Neue Diesel nicht klimafreundlicher als Benziner

Eine Studie der Umweltschutzorganisation Transport & Environment ergibt Diesel produzieren während ihrer gesamten Lebensdauer über 3,6 Tonnen Kohlendioxid

Damit widerspricht er den deutschen Autobauern, die wiederholt die zentrale Rolle dieses Antriebs für das Erreichen der Klimaziele betonen. Bei neu zugelassenen Benzinern waren es im Schnitt 129 Gramm CO2. Insgesamt gehe es um über 3,6 Tonnen Kohlendioxid, teilte die Organisation am Montag mit. Gründe seien höhere Fahrleistungen wegen des günstigeren Kraftstoffs, die energieintensivere Produktion des Dieselkraftstoffs, die aufwendigere Produktion der Dieselmotoren sowie höhere Emissionen des beigemischten Biodiesels. Doch möglicherweise verursachen sie auch mehr CO2 als Benziner. Der Diesel verspiele seinen "theoretischen Klimavorteil", weil er oft in "schweren, hochmotorisierten Autos verbaut" werde. Hybridfahrzeuge dagegen stießen 20 bis 25 Prozent weniger Kohlendioxid aus.

Passend dazu: Das halten die Deutschen wirklich von Diesel-Fahrverboten.

"Allerdings muss man sagen, dass der Diesel das Klima nicht retten wird". Keineswegs animiere der Diesel-Steuervorteil Fahrer zu Reisen, die sie ohne ihn nicht antreten würden.

Neu zugelassene Dieselautos produzieren nach den Zahlen der deutschen Bundesregierung im Durchschnitt nicht weniger klimaschädliches Kohlendioxid als Benziner.

Laut einer Studie des Internationalen Institut für Angewandte Systemanalyse (IIASA) sind die Dieselfahrzeuge jährlich Grund für 10.000 vorzeitige Todesfälle in Europa. In den USA dagegen liegt der Dieselanteil nur bei einem Prozent, in China bei zwei. Bei den CO2-Grenzwerten müssten die Hersteller grosser und schwerer Diesel-Fahrzeuge zudem laschere Vorgaben erfüllen.

"Die T&E-Studie ist ein weiterer Beleg dafür, dass der Diesel keinen Beitrag zum Klimaschutz leistet", erklärte Michael Müller-Görnert, Referent für Verkehrspolitik beim ökologischen Verkehrsclub VCD. Auch der Naturschutzbund Deutschland rief dazu auf, mit dem "Mythos" vom klimafreundlichen Dieselaufzuräumen. Vielmehr wirft sie auch ein Schlaglicht auf die erheblichen Effizienzgewinne, mit denen die Autobranche zuletzt den Ottomotor verbessert hat.

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