Rasern drohen künftig deutlich härtere Strafen

Auch hier führte ein illegales Rennen zum Crash Autowrack in Wiesbaden

Dafür braucht es nur noch eine Unterschrift von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, nachdem der Bundesrat am 22. September 2017 ein vom Deutschen Bundestag beschlossenes Gesetz passieren ließ. Wer solche Rennen veranstaltet oder daran teilnimmt, soll demnach mit bis zu zwei Jahren Haft bestraft werden - und mit bis zu zehn Jahren, wenn jemand dabei schwer verletzt oder getötet wird.

Deutlich härtere Strafen sollen in Deutschland Raser künftig stärker von illegalen Autorennen und anderen lebensgefährlichen Tempofahrten abhalten. Eine härtere Gangart beschloss der Bundesrat auch gegenüber Veranstaltern und Teilnehmern illegaler Autorennen: Ihnen drohen künftig sogar Gefängnisstrafen. Bisher wird die Teilnahme an illegalen Rennen mit 400 Euro Bussgeld und einem Monat Fahrverbot geahndet. Bestraft werden kann künftig auch, wer am Steuer "mit nicht angepasster Geschwindigkeit und grob und verkehrswidrig und rücksichtslos" unterwegs ist, "um eine höchstmögliche Geschwindigkeit zu erreichen".

Bei einer Behinderung von Rettungskräften waren bislang lediglich 20 Euro fällig.

Zudem wird es möglich, die Autos der Beteiligten zu beschlagnahmen und ihnen den Führerschein wegzunehmen. Weitere Links zum Thema Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) begrüßte den Bundesratsbeschluss.

Illegale Rennen bringen immer wieder Menschen in Gefahr, auch Unbeteiligte. "Ich halte diese Raserevents für ein Hobby von Verrückten - das ist russisches Roulette auf deutschen Straßen".

In den vergangenen Jahren hatten wiederholt Unfälle mit Todesopfern und Schwerverletzten bei illegalen Straßenrennen für Entsetzen gesorgt.

Unlängst wurde in Mönchengladbach ein 38-jähriger Fußgänger überfahren und tödlich verletzt.

Die neue Straßenverkehrsordnung beinhaltet auch ein schärferes Handyverbot im Auto: Fahrer dürfen dieses künftig nur noch benutzen, wenn sie es dafür nicht halten müssen oder das Gerät über Sprachsteuerung und Vorlesefunktion verfügt.

Wie erwartet billigte die Länderkammer auch die Verschärfung des sogenannten Handyparagrafen. Die mit der Nutzung dieser Geräte einhergehende Ablenkung werde von Verkehrsteilnehmern in hohem Maße unterschätzt.

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