"Spiegel" berichtet | Beamte warnten Amri vor Überwachung

Nach dem Anschlag in Berlin nahmen zahlreiche Menschen Anteil und legten Blumen nieder

Wie schwer waren die Pannen der Polizei bei der Überwachung des späteren Attentäters Amri?

Die interne Ermittlungsgruppe der Polizei und der Untersuchungsausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses wollen herausfinden, ob die Polizei vor dem Anschlag Fehler machte, die verhinderten, dass Amri aus dem Verkehr gezogen wurde. Beamte hätten den Tunesier wissen lassen, dass er überwacht werde. Dies berichtet nun der Spiegel. Dadurch wurden weitere Islamisten aus Amris Umfeld gewarnt und Ermittlungen des Generalbundesanwalts gefährdet.

Die Polizei untersucht auch noch einmal alle früheren Ermittlungsverfahren gegen Amri, zumeist aus dem Jahr 2016: wegen eines Angriffs auf einen Wachmann am Lageso, einer Schlägerei, Kokainhandels, eines Ladendiebstahls sowie Verstößen gegen das Asylrecht. Entgegen der Bitte des nordrhein-westfälischen Landeskriminalamts (LKA) observierte die Berliner Polizei den Gefährder bei der Ankunft nicht verdeckt, sondern nahm ihn mit aufs Präsidium.

Demnach meldete sich Amri am selben Abend aufgeregt bei einem mutmaßlichen IS-Unterstützer aus Dortmund. Und kassierten auch noch sein Handy ein, obwohl die Kollegen aus Düsseldorf zunächst darauf hingewiesen hatten, "das Mobiltelefon der Zielperson nicht anzurühren" - die nordrhein-westfälischen Ermittler hörten das Gerät heimlich ab.

Amri setzte seinen Dortmunder Kontaktmann daraufhin in Kenntnis und empfahl ihm, besser alles zu löschen. Gegen das Netzwerk lief laut "Spiegel" ein Verfahren der Bundesanwaltschaft. Eine Mitarbeiterin der Stadt habe gesagt, er müsse aufpassen, weil ihn das Landeskriminalamt verdächtige, Leistungen zu erschleichen. Die Stadt weist die Darstellung laut dem Magazin zurück. Der Attentäter war am 19. Dezember 2016 mit einem LKW auf den Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche gefahren. Zwölf Menschen starben, 67 weitere wurden verletzt. Wenige Tage später erschossen Polizisten Amri auf der Flucht in Italien.

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