Historisches Debakel für die CSU in Bayern

Bundeskanzlerin Angela Merkel und der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer bei einem gemeinsamen

"Und deshalb kommt es jetzt darauf an, dass wir diese Flanke schließen mit klarer Kante", sagte Seehofer am Sonntagabend. Er hatte im April angekündigt, in diesem Herbst wieder als Parteichef und im Herbst 2018 wieder als Ministerpräsident zu kandidieren. Die SPD fuhr in Bayern ihr schlechtestes Bundestagswahlergebnis ein. Angesichts der zu erwartenden innerparteilichen Angriffe forderte der Parteichef die CSU-Kollegen auf, "menschlich anständig" miteinander umzugehen. Die AfD holte demnach 12,2 Prozent, fast dreimal so viel wie 2013.

Die SPD kam in Bayern auf 15,0 (20,0) Prozent.

Der bayerische Ministerpräsident sprach nach den ersten Hochrechnungen von einer herben Enttäuschung.

Der frühere CSU-Chef Erwin Huber hat das Abschneiden seiner Partei bei der Bundestagswahl als "Katastrophe" bezeichnet. "Die dritte in Folge", sagte Kohnen. Die Grünen erreichten 10,5 Prozent (2013: 8,4), die FDP 10 Prozent (2013: 5,1) und die Linke 6,5 Prozent (2013: 3,8). Für eine Jamaika-Koalition mit FDP und Grünen wäre der Rechtsruck der CSU vor allem für die Ökopartei eine Belastung. Unter anderem will Seehofer die umstrittene Forderung nach einer Obergrenze für Flüchtlinge in Berliner Koalitionsverhandlungen hart vertreten.

CSU-Vize Manfred Weber rief die Partei zur Geschlossenheit auf: "Jeder, der jetzt in der Partei Personaldebatten beginnt, der schwächt die CSU in der Durchsetzungsfähigkeit der Themen". "Da gibt es nichts schön zu reden", räumte er ein. Dagegen legte der Landtagsabgeordnete Alexander König Seehofer indirekt den Rückzug nahe.

Schon vor der Wahl hatte Parteichef Horst Seehofer die Sorge geäußert, dass Wähler am rechten Rand zur AfD abwandern könnten.

Der bayerische AfD-Vorsitzende Petr Bystron kündigte eine "knallharte Oppositionspolitik" im Bundestag an. Die AfD sei bei erfreulich hoher Wahlbeteiligung drittstärkste Partei und werde der Regierung "keine Rechtsbrüche mehr erlauben und einen Merkel-Untersuchungsausschuss ins Spiel bringen", sagte Bystron. Besonders erfreulich sei das Ergebnis in Bayern mit starken Verlusten für CSU und SPD: "Die Altparteien haben die Quittung bekommen für ihre Politik".

In Bayern waren rund 9,5 Millionen Menschen zur Bundestagswahl aufgerufen. Dabei zeichnete sich schon bis zum Nachmittag eine deutlich höhere Wahlbeteiligung ab als vor vier Jahren.

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