Camperin in Bonn vergewaltigt: Prozess hat begonnen

Polizisten durchkämmen das Gebiet in der Siegaue in dem eine Frau vergewaltigt wurde

Zum Auftakt des Prozesses um die Vergewaltigung in der Bonner Siegaue Anfang April hat der Angeklagte Eric D.am Montagmorgen erklärt, er wisse nichts "von dem Fall".

Dass sich die dunkle Ahnung der Freiburger Studentin in der Nacht zum 2. April bewahrheiten sollte, zählt zu den traurigsten Kapiteln der Bonner Kriminalgeschichte.

Ein Martyrium begann, in dem die junge Frau trotz aller Pein eisern ihre Nerven behielt.

Er soll eine Camperin in Siegaue mit einer Säge bedroht und vergewaltigt haben. Danach soll er die 23-jährige Studentin übel beschimpft und sie gezwungen haben, ihm zu folgen. Plötzlich fuhr ein Messer, ähnlich einer Machete, durch die Zeltwand, ein großer farbiger Mann lugte herein. Patrick W. wollte handeln. "Dein Freund ruft die Polizei an", zürnte er auf Englisch. Dann verließ sie das Zelt.

Kaum hatte sich der Vergewaltiger davon gemacht, eilte die junge Frau zum Zelt und forderte ihren Freund auf, das Nötigste mitzunehmen und wegzurennen.

Der Mann fluchte unaufhörlich. Nach Erkenntnissen von Fachleuten wahren gerade viele Gewaltverbrecher Distanz zu ihren Opfern, um eine persönliche Bindung zu vermeiden. Sobald der Täter zu seinem Opfer eine Beziehung aufbaue, falle es ihm schwerer, seine Gewaltfantasien auszuleben.

Dagmar S. wehrte sich nicht, sie schrie auch nicht auf. Im Zelt hatte sie ihrem Freund versprochen: "Ich gehe raus, um uns zu schützen". Später wird sie ihre Taktik folgendermaßen erklären: Sie habe den Verbrecher für sich einnehmen, ihn für ihr Schicksal erweichen wollen. Die ganze Zeit habe sie gedacht, "dass er uns töten wird". Ihr Freund habe nur mit Bekannten gesprochen.

Dagmar S. aber blieb in ihrer Antwort umsichtig: Ihr Partner sei nicht irgendein Mann, sondern ihr Freund, den sie heiraten wolle.

Immer wieder versuchte Dagmar S. ihren Peiniger mit einschmeichelnden Worten zu besänftigen.

Qualvolle Minuten vergingen, ehe der Täter von ihr abließ. Er möge sie nun beide in Ruhe lassen. Niemand werde etwas erfahren. Oben an der Straße schließlich, trafen beide auf einen Streifenwagen - quasi die Rettung aus der nächtlichen Apokalypse. "Die Frau hat alles getan, was er wollte, um ihr Leben und das ihres Freundes zu schützen". Bei seinen Vernehmungen hatte er die Vorwürfe bestritten. Dabei überführt ihn ein DNA-Gutachten als Täter.

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