Ifo-Geschäftsklima trübt sich vor Bundestagswahl unerwartet ein

Die Stimmung unter den Führungskräften deutscher Firmen hat sich im September eingetrübt. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten einen gegenüber dem Vormonat unveränderten Indexstand prognostiziert. Ökonomen hatten dagegen mit einem leichten Anstieg gerechnet. Die Umfrage wurde bereits vor der Bundestagswahl abgeschlossen.

Die Industrieunternehmen zeigten sich auf hohem Niveau deutlich weniger zufrieden mit ihren Geschäften und auch nicht mehr so optimistisch. Auch im Großhandel gab es einen Dämpfer.

Fällt die deutsche IFO Umfrage in allen Indikatoren besser als erwartet aus, so wird dies dem EUR/USD eine Unterstützung bieten und der Wocheneröffnungsgap könnte geschlossen werden. Im Einzelhandel dagegen stieg der Geschäftsklimaindex. Im Juli hatte er einen Rekordstand erreicht. Die Baufirmen waren mit ihrer Geschäftslage zufrieden und noch optimistischer für die Zukunft. Im September sank der Teilindex für die Geschäftslage von 124,7 auf 123,6 Punkte und jener für die Erwartungen von 107,8 auf 107,4 Punkte. Der Index für die Geschäftserwartungen fiel auf 107,4 (107,8) Punkte. "Die neue Legislaturperiode startet trotzdem mit dem Rückenwind einer starken Konjunktur", sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest mit Blick auf die künftige Bundesregierung.

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