IS-Prediger Abu Walaa vor Gericht

IS-Prediger Abu Walaa vor Gericht

Vor dem Oberlandesgericht Celle startet heute der Prozess gegen den Hassprediger Abu Walaa.

Abu Walaa soll laut Anklage direkten Kontakt zur IS-Führungsriege unterhalten haben und muss sich unter anderem wegen Mitgliedschaft in einer ausländischen Terrorvereinigung sowie Terrorfinanzierung verantworten. Mitangeklagt sind vier weitere Männer im Alter zwischen 27 und 51 Jahren, weil sie Freiwillige für den Kampf des IS rekrutiert haben sollen. Nun beginnt der Prozess gegen ihn und vier weitere mutmaßliche Top-Islamisten in Celle.

Im Konkreten fehlt es indes an Beweisen für terroristische Aktivitäten und deren Unterstützung - auch weil Abu Walaa darauf achtete, dass Gespräche nicht von Handys aufgezeichnet werden konnten.

Außer in Hildesheim war Abu Walaa in Nordrhein-Westfalen aktiv, wo er in Tönisvorst bei Krefeld lebte. Er fuhr ins IS-Gebiet, kehrte desillusioniert heim, sagte aus und belastete Abu Walaa dabei schwer. Laut Anklage indoktrinierte das Netzwerk junge Menschen und schickte sie in das IS-Kampfgebiet nach Syrien oder in den Irak. Auch der Berliner Weihnachtsmarkt-Attentäter Anis Amri soll sich in seinem Umfeld aufgehalten haben. Die Angeklagten von Celle müssen mit zehn Jahren Haft rechnen. Als Prediger organisierte er zudem Islamseminare in Moscheen in Berlin, Kassel, Frankfurt und dem westfälischen Bocholt.

Der Iraker Abu Walaa (33) ist aus Sicht der Bundesanwaltschaft die zentrale Führungsfigur der Terrormiliz Islamischer Staat in Deutschland. Sechs von ihnen sollen dort gestorben sein.

► Für den Prozess in Celle wurden zunächst 29 Termine bis Ende Januar kommenden Jahres angesetzt.

2000: Der 1984 im nordirakischen Kirkuk geborene Abu Walaa reist nach Deutschland ein.

2001: Anerkennung als Asylbewerber. Die offene Frage ist, für valide das Gericht die Aussagen von Anil O. hält, der mit einer Bewährungsstrafe von zwei Jahren für seine dschihadistischen Aktivitäten glimpflich davon kam und aus Angst vor Rache sowie staatlich betreut im Verborgenen lebt. Er hat nach den Ermittlungen mindestens zwei Frauen und mehrere Kinder. 2012 bereits sind diese Ziel einer Polizeirazzia.

2013: Schon damals sieht der Verfassungsschutz Hessen Abu Walaa als zentrale Figur eines größeren Missionierungsnetzwerkes, auch der Verfassungsschutz Niedersachsen führt ihn im Jahresbericht 2013 auf. Abu Walaa war bis zu seiner Festnahme im November nach Angaben von Ermittlern eine Schlüsselfigur in der radikalislamischen Szene. Mehrfach soll er an Kampfhandlungen teilgenommen haben.

Abu Walaa soll beim inzwischen verbotenen "Deutschen Islamkreis Hildesheim" radikal-islamische Predigten gehalten und die Moschee des Vereins zu einem bundesweiten Rekrutierungszentrum des IS gemacht haben. Unter den Zuhörern ist ein V-Mann des LKA Hessen.

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