ThyssenKrupp bringt Tata-Fusion mehr als einem Millarde zusätzliches Kapital

Deutscher Stahlgigant sammelt Milliarde ein

Wie der chronisch eigenkapitalschwache Industriekonzern gestern nach Handelsschluss an der Börse mitteilte, soll durch die Ausgabe von rund 56,6 Millionen neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien das Grundkapital um 10 % erhöht werden. Auf Basis des aktuellen Xetra-Schlusskurses ergäbe dies eine Summe von rund 1,4 Milliarden Euro. "Diese Zeit nutzen wir, um schon jetzt unsere Industriegütergeschäfte zu stärken." thyssenkrupp will sich mit der Kapitalerhöhung den finanziellen Handlungsspielraum schaffen, um das organische Wachstum seiner Industriegütergeschäfte zu unterstützen und gleichzeitig notwendige Restrukturierungsinitiativen schneller voranzutreiben. Damit einhergehend wurde der Wegfall von 2.000 Arbeitsplätzen in Deutschland angekündigt.

Der Finanzinvestor Cevian hat sich einem Insider zufolge an der Kapitalerhöhung von Thyssen-Krupp beteiligt, berichtete Reuters am Dienstagmittag.

Dem Essener Stahlkonzern ThyssenKrupp fließt durch die umstrittene Fusion mit dem indischen Unternehmen Tata Steel frisches Kapital zu.

In der vergangenen Woche hatte sich ThyssenKrupp mit Tata Steel gegen Widerstände der Belegschaft auf den Zusammenschluss des europäischen Staatgeschäfts geeinigt. Eine Sprecherin der Stiftung wollte dazu keine Stellung nehmen. Der als aktivistisch geltende Großaktionär könnte nun einen zweiten Sitz im Aufsichtsrat des Konzerns beanspruchen, meinte Hechtfischer.

Größter Anteilseigner ist die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung. Auch Fondsmanager Ingo Speich von Union Investment begrüßte die Geldspritze als Beitrag, um den Konzern auch bei konjunkturellem Gegenwind wetterfester zu machen.

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