Verdi kündigt weitere Warnstreiks bei der Postbank an

Schon Anfang September demonstrierten Postbank-Mitarbeiter. Quelle dpa

Auch die dritte Verhandlungsrunde bei der Postbank ist ohne Ergebnis zu Ende gegangen.

"Der Kündigungsschutz bis Mitte 2019 ist für uns nicht akzeptabel, da dieser in einer Phase auslaufen würde, in der wir ein hohes Risiko für Arbeitsplatzabbau sehen", sagte Verdi-Verhandlungsführer Jan Duscheck. Die Gewerkschaft kündigte weitere Warnstreiks und eine Urabstimmung an.

Die Deutsche Bank will die unverkäufliche Postbank wieder voll ins Privatkundengeschäft integrieren.

Auch beim Thema Gehalt habe es keine Annäherung gegeben, da die Arbeitgeberseite nicht bereit war, über die angebotenen 1,5 Prozent zum 1. November 2017 und 1,0 Prozent zum 1. Februar 2019 hinauszugehen. "Wir werden für die Sicherheit der Arbeitsplätze kämpfen", so Duscheck weiter. Die Gewerkschaft pocht insbesondere vor dem Hintergrund der Reintegration der Postbank in die Deutsche Bank auf Kündigungsschutz bis 2022 für die 18.000 Beschäftigten bei der Postbank, beim Postbank Filialvertrieb sowie der BHW-Gruppe und weiteren Tochterunternehmen. Die Postbank sprach hingegen von einem fairen Tarifangebot, das sich an dem bereits für die Branche vereinbarten Tarifabschluss des Privaten Bankgewerbes orientiere. Die Gewerkschaft fordert eine Erhöhung der Gehälter um fünf Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten, nach der Vorstellung der Postbank soll der Tarifvertrag ebenso wie der Kündigungsschutz bis zum 30. Juni 2019 gelten.

Verdi hatte schon nach dem Scheitern der ersten beiden Verhanldungsrunden zu Warnstreiks aufgerufen. An den Aktionen beteiligten sich den Angaben zufolge bisher mehrere Tausend Beschäftigte in Hunderten Filialen.

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