Abgewanderter Modeste: "Wäre am liebsten in Köln geblieben"

Abgewanderter Modeste:

Kölns ehemaliger Torjäger Anthony Modeste hat den FC-Verantwortlichen Vorwürfe wegen des Zustandekommens seines Transfers nach China gemacht. Deswegen überrascht auch seine Aussage nicht, dass er "mit dem Herzen immer noch in Köln" ist. Seit dieser Saison steht er bei Tianjin Quanjian in China unter Vertrag. Über die Möglichkeit, dass ich in Köln bleibe, wollte danach keiner mehr mit mir oder meinen Beratern verhandeln (hier mehr zu den Differenzen lesen). "Das wäre hingegen mein Wunsch gewesen", so der 29-Jährige.

Anthony Modeste räumte aber ein, trotz seines bis 2020 laufenden Vertrages mehr Geld gefordert zu haben.

Auch die Rückkehr in den internationalen Wettbewerb - nach 25 Jahren - übt zusätzlichen Druck auf die FC-Profis aus: "Die Europa League ist für jeden ein Traum, aber für Mannschaften wie Köln ist der Wettbewerb eine zusätzliche Belastung". "Meine Arbeitsleistung, denke ich, war ganz gut. Aus diesem Grund wollte ich auch verhältnismäßig mehr Geld verdienen", erklärte Modeste. "Darüber muss man reden dürfen".

Anthony Modeste im Trikot von Tianjin Quanjian. "Aus wirtschaftlicher Sicht kann ich die Entscheidung vom FC verstehen".

Letztlich hätten nur "Ausführung" und "Kommunikation" zwischen Köln und Modeste nicht gestimmt. Kein anderer europäischer Verein habe es in diesem Sommer unter den erschwerten Transferbedingungen Chinas geschafft, einen Spielerverkauf in dieser finanziellen Größenordnung zu realisieren. Und haben angeblich auch schon einen Plan: Laut "Express" will Manager Jörg Schmadtke Claudio Pizarro holen.

Angst um seinen Ex-Klub hat Modeste nicht, sieht die Kölner nicht als möglichen Abstiegskandidaten: "Peter Stöger ist ein hervorragender Trainer. Allerdings hatten wir auch zu FC-Zeiten keinen besonders engen Draht zueinander, und ich habe mich auch bei ihm nicht gemeldet". Nach dem Abgang seines Top-Knipsers hat der FC nach sechs Bundesligaspielen nur ein mageres Törchen auf dem Konto, ist Tabellenletzter. "Ich denke nicht, dass ich alleine den Unterschied ausmache", antwortet Modeste auf die Frage, ob er schuld am FC-Absturz sei.

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