Reichtum: Österreicher weltweit auf Platz 17

Im internationalen Vergleich der reichsten Länder weltweit rangiert Österreich unverändert auf Rang 17 und liegt damit einen Platz vor den nördlichen Nachbarn. „Neue Gelder fließen hauptsächlich in Bankeinlagen, wo sie an realem Wert verlieren: Allein im letzten Jahr dürften die Sparer in den Industrieländern durch die Geldentwertung Einbußen in Höhe von rund 300 Milliarden Euro erlitten haben; 2017 dürfte sich dieser Wert mit der Rückkehr der Inflation verdoppeln“, befürchtet Heise. Das sei vor allem auf die "Jahresendrallye an den Aktienmärkten", speziell in den Industrieländern, zurückzuführen, heißt es in dem Bericht: Knapp 70 Prozent des Zuwachses resultierten aus Wertveränderungen bei Aktien- und Anleihebeständen. Nach Berechnungen des Versicherungskonzerns Allianz kletterte das weltweite Brutto-Geldvermögen der privaten Haushalte binnen Jahresfrist um 7,1 Prozent auf den Rekordwert von 169,2 Billionen Euro.

Als reichstes Land haben die USA 2016 erstmals die Schweiz von der Spitze verdrängt. Ansonsten bietet sich das gewohnte Bild: Skandinavische und asiatische Länder dominieren die Top 10.

Die höchsten Brutto-Geldvermögen pro Kopf hatten demnach Ende 2016 die Schweizer mit 268.840 Euro, vor US-Amerikanern (221.690 Euro) und Dänen (146.490 Euro). Ursache für die gute Entwicklung ist bei den Finnen eine hohe Wertpapierquote im Portfolio, die niederländischen Haushalte sind mit Abstand am stärksten in Pensionsfonds engagiert. "Es wird Zeit, dass Österreich ‚umspart'", erklärt Bruckner. Die Schulden erhöhten sich im gleichen Ausmaß auf 21.180 Euro pro Person.

Die weltweiten Verbindlichkeiten der privaten Haushalte legten im Vorjahr mit einem Zuwachs gegenüber 2015 von 5,5 Prozent auf knapp 41 Billionen Euro so kräftig zu wie seit 2007 nicht - besonders stark war der Anstieg bei den chinesischen Haushalten mit einem Plus von 23 Prozent.

Die Entwicklung in den einzelnen Regionen verlief dabei recht unterschiedlich: In West- und Osteuropa sowie in Nordamerika kam es zu einer leichten Beschleunigung des Schuldenwachstums. Insgesamt ist die Schuldenstandsquote (Verbindlichkeiten in Prozent des BIP) in Österreich mit 52,8 Prozent aber immer noch die niedrigste in Westeuropa. "Die Verschuldungssituation in China erfordert genaue Beobachtung", kommentiert Michaela Grimm, Co-Autorin des Reports. Vor zehn Jahren hatte der Anteil noch bei unter 7 Prozent gelegen.

Die Entwicklung der globalen Vermögensverteilung seit der Jahrtausendwende wird vor allem durch ein Phänomen bestimmt: durch das stürmische Wachstum der globalen Vermögensmittelklasse.

Die Menschen brachten zwei Drittel ihrer Ersparnisse zur Bank. Trotz des Entstehens einer neuen globalen Vermögensmittelklasse ist die Welt als Ganzes jedoch noch weit von einer "gerechten" Vermögensverteilung entfernt. Im Jahr 2000 lag diese Vermögenskonzentration allerdings noch bei 91 Prozent.

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