"Die AfD braucht uns nicht": So rechtfertigen sich ARD und ZDF

Peter Frey

Zu einem weiteren Vorwurf - nämlich jenem, dass die Sender Vertreter der rechtspopulistischen Partei gezielt einladen würden, um die Einschaltquoten zu erhöhen - äußerte sich indes ZDF-Chefredakteur Peter Frey im gemeinsamen "Morgenmagazin"► von ARD und ZDF: "Wenn wir uns zum Beispiel "Maybrit Illner"► anschauen und seit Anfang 2016 betrachten, dann hat es bei knapp 400 Gästen elfmal Vertreter der AfD gegeben".

Wörtlich sagte Becker: "Den Wahlkampf führen immer noch die Parteien und nicht das öffentlich-rechtliche Fernsehen". ZDF-Intendant Thomas Bellut wird in der morgigen Sitzung über die Wahlberichterstattung des Senders informieren, wie die "Heilbronner Stimme" berichtete.

Zudem rät Frey zu einer größeren Gelassenheit im Umgang mit der AfD: "Unsere Demokratie wird das aushalten". "Ich glaube, die AfD braucht uns nicht". "Alles andere sind Unterstellungen".

Gleich mehrfach ist nach der Bundestagswahl im Hinblick auf das starke Ergebnis der AfD Kritik an ARD und ZDF geäußert worden.

"Die Hälfte der Sendezeit [beschäftigt sich] nur mit der AfD".

Mit ihrer Kritik an ARD und ZDF versuchten die Politiker "letztlich auch von tiefergehenden Ursachen und zum Teil eigenen Problemen abzulenken", sagte der Münchner Kommunikationswissenschaftler Carsten Reinemann dem Evangelischen Pressedienst.

Heilbronn/Mainz. Der ZDF-Fernsehrat will sich offenbar mit der Kritik an der AfD-Berichterstattung der Öffentlich-Rechtlichen beschäftigen. "Hätten die öffentlich-rechtlichen Medien nicht über die AfD berichtet, sie sogar nicht zu Talkshows eingeladen, dann hätte sich die AfD in eine Opferrolle flüchten können", sagte Reinemann, der an der Ludwig-Maximilians-Universität in München lehrt. "Da sollte man nicht nur auf die Medien, sondern auch auf die Parteien gucken, und die Frage stellen, welche Themen wurden da eigentlich liegen gelassen". "Wir alle haben Anlass darüber nachzudenken, was die AfD stark gemacht hat; was dazu geführt hat, das zum ersten Mal in der Bundesrepublik eine Partei am ganz rechten Rand in den Bundestag eingezogen ist".

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