Flutlichtausfall RB Leipzig drohte Spielabbruch in Istanbul

Ricardo Quaresma

Im zweiten Spiel kassiert der Neuling eine 0:2-Niederlage bei Besiktas Istanbul.

Osnabrück. Das Champions-League-Spiel von Besiktas Istanbul gegen RB Leipzig musste am Dienstagabend für etwa zehn Minuten unterbrochen werden. Ich will jetzt niemandem etwas unterstellen, aber die Gegenspieler haben jetzt 15 Minuten wieder Kraft tanken können.

"Es ist schon etwas komisch, dass ausgerechnet in so einer Phase das Licht ausgeht", sagte Abwehrspieler Stefan Ilsanker nach der Partie. Und auch RB-Trainer Ralph Hasenhüttl stellte fest: "Die Pause hat dem Gegner geholfen".

Nach dem 0:2-Rückstand hatten die Sachsen zur zweiten Halbzeit einen neuen Anlauf genommen. Werner fehlte bei der kurzen Laufeinheit auf dem Platz wie auch die leicht angeschlagenen Naby Keita, Kevin Kampl und Jean-Kévin Augustin. Er musste zweimal gegen Marcel Sabitzer retten, ehe plötzlich das Licht ausging. Zunächst machten die Spieler eine Trinkpause an der Seitenlinie, der russische Schiedsrichter Sergej Karasew schickte beide Teams schließlich in die Kabinen. Das sei bei einigen Spielern nicht der Fall gewesen. Von der aggressiven Spielweise aus der deutschen Bundesliga war nichts zu sehen. Deshalb diente der kuriose Vorfall im Nachklang auch nicht als Entschuldigung. Vor allem in der ersten Halbzeit. "Wir haben brutales Lehrgeld bezahlt", sagte Hasenhüttl, der seine Mannschaft ungewohnt scharf kritisierte. Im ohrenbetäubend-lauten Fußball-Tempel am Bosporus war auf einige kein Verlass. "Aus welchen Gründen auch immer".

Denn dass die Leipziger vom Lärm im Istanbuler Vodafone Park beeindruckt, ja teilweise überfordert waren, hatte jeder gesehen - auch Trainer Ralph Hasenhüttl: "Wir waren von der Atmosphäre überrascht und konnten nicht dagegenhalten", sagte er. Beispielsweise für Timo Werner. Doch der Torjäger hielt in Istanbul nicht lange durch. Eine ärztliche Untersuchung soll jetzt klären, ob er unter Überanstrengung leidet.

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