Millionen Abtreibungen weltweit sind nicht sicher

Weltweit werden jährlich etwa 25 Millionen Abtreibungen mit gefährlichen oder fragwürdigen Methoden durchgeführt.

Betroffen sind vor allem Frauen in armen Ländern.

Fast jeder unsichere Schwangerschaftsabbruch wurde Entwicklungsländern in Afrika, Asien und Lateinamerika durchgeführt, insgesamt 97 Prozent. Die Ergebnisse zeigen zudem einen Zusammenhang zwischen Sicherheit und regionaler Abtreibungsgesetzgebung. Diese werden entweder von einem zwar geschulten Anbieter, jedoch mit einer unsicheren oder veralteten Methode durchgeführt. Oder umgekehrt die von ausgebildetem Personal mit überholten Methoden vorgenommen werden. Gut 17 Millionen solcher Fälle gibt es laut der Studie weltweit. Darunter fallen von Laien angewandte gefährliche Methoden wie das Einführen von Instrumenten oder die Verwendung von Kräutermischungen. In Westeuropa werden dennoch 6,5 Prozent der Abtreibungen nicht nach den besten Standards durchgeführt, ist Osteuropa sind es 14,2 Prozent. Besonders dramatisch sei die Situation in Afrika außerhalb von Südafrika.

In Industrieländern wie Deutschland gibt es hingegen kaum Probleme. 31 Prozent der Abtreibungen dagegen gelten als "weniger sicher". Die Forscher haben Daten aus dem Zeitraum von 2010 bis 2014 ausgewertet.

Die Wissenschaftler um Erstautorin Dr. Bela Ganatra unterteilten für ihre Analyse Abtreibungen in die drei Kategorien "sicher", "weniger sicher" und "am wenigsten sicher".

Regierungen und Behörden müssten mehr tun, um ungewollte Schwangerschaften und gefährliche Abtreibungen zu vermeiden, heißt es in der Studie. Zum Beispiel, indem sie junge Menschen sexuell aufklären, Familienplanung anbieten, Verhütungsmethoden bereitstellen und Abtreibungen erlauben, so dass diese von medizinischem Personal mit anerkannten Methoden durchgeführt werden können. "Trotz des Fortschritts in Technologie und medizinischer Evidenz finden noch zu viele unsichere Abtreibungen statt, leiden und sterben weiterhin zu viele Frauen". In Ländern, in denen Abtreibung aus mehreren Gründen legal ist, dagegen neun von zehn. Sie vermuten, dass etwa in West- und Zentralafrika 4 bis 5 von 100 Frauen, die einen Schwangerschaftsabbruch vornehmen, dadurch ums Leben kommen.

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