Gewinnwarnung: VW stellt weitere Milliarden zurück

Der Dieselskandal kommt Volkswagen teuer zu stehen

Der Volkswagen-Konzern hat heute mit einer Ad-hoc-Meldung die Kapitalmärkte wie folgt informiert, dass im dritten Quartal negative Sondereinflüsse von voraussichtlich rund 2,5 Milliarden Euro das Operative Ergebnis belasten werden.

Hintergrund sei eine Aufstockung der Vorsorge für das Rückruf- und Nachrüstprogramm betroffener 2,0-Liter-Dieselwagen in Nordamerika. Die Umsetzung des Rückkauf- und Nachrüstungsprogramms sei erheblich langwieriger und gestalte sich technisch anspruchsvoller als gedacht.

► Noch mal 2,5 Milliarden Euro - macht insgesamt knapp 25,1 Milliarden Euro, die der Konzern für den Abgasbetrug als Verlust einplanen muss!

Die VW-Aktie drehte nach der Bekanntgabe der neuerlichen Belastungen ins Minus. Ende Oktober stimmte ein Zivilrichter dem Kompromiss über entsprechende Entschädigungen zu.

VW hatte im September 2015 nach Vorwürfen der US-Umweltbehörden eingeräumt, mit einer speziellen Software in großem Stil bei Abgastests getäuscht zu haben. Weltweit waren etwa 11 Millionen Fahrzeuge betroffen, in Nordamerika rund 600 000. Die Aktien rutschten zeitweise um vier Prozent auf ein Zweieinhalb-Wochen-Tief von 132,85 Euro und waren mit Abstand größter Verlierer im Dax, der am Freitagmorgen um 0,2 Prozent zulegte. Ein anderer betonte, mit der Gewinnwarnung habe niemand gerechnet. Auch Einzelpersonen stehen nach wie vor im Visier der US-Behörden - in Deutschland wird ebenfalls weiter strafrechtlich ermittelt.

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