Russland und Türkei wollen sich enger abstimmen

Russslands Präsident Wladimir Putin und der Staatschef der Türkei Recep Tayyip Erdogan in Ankara

Russland und die Türkei wollen die Zusammenarbeit ihrer Diplomaten, Militärs und Geheimdienste im syrischen Bürgerkrieg verstärken.

Putins Besuch bei dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan habe "rein pragmatische Ziele", sagte Peskow der Agentur Interfax zufolge. Die grösste dieser Schutzzonen soll in der nordsyrischen Provinz Idlib entstehen. Der Weg dahin sei nicht einfa.

Bis vor einem Jahr herrschte allerdings noch Eiszeit zwischen beiden Ländern. Allerdings nahm Ankara im Dezember 2016 hin, dass die syrische Armee mit Unterstützung Russlands die Rebellenhochburg Aleppo zurückeroberte. Putin verwies auf die Haltung seiner Regierung, wonach das Unabhängigkeitsreferendum der Kurden im Irak das Land nicht destabilisieren dürfe. Der Weg sei nicht einfach gewesen, sagte Putin.

Ihre Differenzen zeigen sich auch hinsichtlich des Referendums im Nordirak, bei dem die Kurden am Montag fast geschlossen für die Unabhängigkeit stimmten. Zuvor hatte er gedroht, die Ölexporte der Kurdenregion über die Türkei zu stoppen. Er hatte auch militärische Schritte nicht ausgeschlossen. Zusammen mit dem Iran vermittelten die Türkei und Russland seitdem mehrere örtliche Waffenruhen in sogenannten Deeskalationszonen. Putin lobte "unseren Freund, Präsident Erdogan" dafür, dass er das Abkommen für eine Deeskalation möglich mache. Die rapide Annäherung des NATO-Partners Türkei an Moskau wird im Westen mit Argwohn beobachtet. Erdogan begrüßte, dass wieder russische Touristen in die Türkei reisen - nach Beginn der diplomatischen Krise im November 2015 waren kaum noch russische Urlauber in das Land gekommen. Im August 2016 legten beide Seiten den Konflikt offiziell bei, nachdem Erdogan sich entschuldigte. Während die Türkei den Kurden für den Fall einer Abspaltung vom Irak mit scharfen Sanktionen drohte, erklärte Moskau, es betrachte das "nationale Streben der Kurden mit Respekt", auch wenn es die territoriale Integrität des Irak unterstütze.

Dabei handelt es sich vor allem um die Visumpflicht für Türken und - als Wirtschaftssanktion - den Einfuhrstopp für türkische Tomaten. "Eine Lösung kommt näher".

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