Tinder schickt Journalistin 800 Seiten

Tinder merkt sich offenbar all Eure Matches – und private Nachrichten

Und selbst die Journalistin Duportail hat nicht alle Daten bekommen.

Ein Algorithmus berechnet, wie gut der Nutzer bei anderen ankommt. Welche Faktoren dabei eine Rolle spielen und welche Punktzahl ein Nutzer erreicht, verrät Tinder nicht.

Finden Sie es problematisch, dass Tinder gewisse Kennzahlen ihrer Nutzer für sich behält? Und Tinder hat weitere Geheimnisse: Was macht die Firma mit den Daten? Auf die Anfrage von Duportail blieb das US-Unternehmen vage. Aber Tinder nutzt Daten auch für personalisierte Werbung. Beim Durchblättern der Seiten war sie erstaunt darüber, wie viele Informationen sie freiwillig preisgab. Einmal habe sie 16 Menschen gleichzeitig geschrieben und sich dann nicht mehr gemeldet. Tinder hat das aufgezeichnet. Die gespeicherten Daten zeigen auch ihre Dating-Taktiken. Etwa als sie denselben Witz an drei Tinder-Bekanntschaften hintereinander schickte. Hundertprozentige Sicherheit gibt es nicht. Da konnten wir leider nichts machen. Unzählige Daten - darunter Harmloses, aber auch sehr intime Informationen.

Das Dokument beinhaltete Folgendes: Informationen über alle Männer, die der Journalistin gefielen, alle 1.700 Meldungen, die sie seit dem Jahr 2013 abgesandt hatte, Daten, wann sie sich einloggte und chattete, ihre Likes auf Facebook, Fotos aus Instagram, Angaben über ihre Ausbildung sowie die Informationen über die Männer, für die sie sich interessiert.

Tinder gibt seine Verantwortung ab: Daten wurden gestohlen? Als der Datenschutz-Aktivist Max Schrems 2011 von Facebook wissen wollte, welche Daten es über ihn speichert, hat Facebook ihm gleich 1222 Seiten als PDF-Datei geschickt. Darunter Statusmeldungen, Freundesanfragen oder private Nachrichten. Auch Daten, die er vermeintlich gelöscht hatte.

Die französische Journalistin Judith Duportail hat nachgefragt - und 800 Seiten bekommen.

Duportail hat Konsequenzen gezogen, sie nutzt verschlüsselte Dienste. "Und ich habe gemerkt: Meine Geheimnisse sind im Netz nicht sicher".

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