VW gibt Gewinnwarnung aus

Volkwagen muss eine Aufstockung der Vorsorge für das Rückruf und Nachrüstprogramm der 2,0-Liter-Dieselwagen in Nordamerika vornehmen

Der Automobilhersteller Volkswagen hat eine Warnung vor Gewinneinbußen für das dritte Quartal ausgegeben.

Die Prognose stehe weiterhin insbesondere unter dem Vorbehalt weiterer Erkenntnisse im Zusammenhang mit der Dieselthematik und unterstellt, dass das Finanzergebnis des Volkswagen Konzerns zum Jahresende im Rahmen der bisherigen Erwartungen bleibe, erklärte Porsche.

Vor knapp einem Jahr hatten sich Vertreter von VW mit Klägern, Händlern und Bundesstaaten in den Vereinigten Staaten auf einen Vergleich für Dieselwagen aus dem Konzern mit den 2,0-Liter-Antrieben verständigt. Dieses gestalte sich "erheblich langwieriger und technisch anspruchsvoller", so der Konzern.

Volkwagen muss eine Aufstockung der Vorsorge für das Rückruf und Nachrüstprogramm der 2,0-Liter-Dieselwagen in Nordamerika vornehmen

Volkswagen muss für den Abgasskandal noch 2,5 Milliarden Euro mehr verbuchen, hat der Konzern heute mitgeteilt und eine Gewinnwarnung herausgegeben. Die VW-Aktie rutschte im DAX ans Ende der Kursliste, wo sie kurz nach 9:30 Uhr entgegen dem Trend circa drei Prozent im Minus stand. "Da sieht man, dass die Diesel-Affäre noch lange nicht ausgestanden ist", sagte ein Händler. Dadurch werde das operative Ergebnis im laufenden Geschäft belastet. Zudem hieß es, auf dem Frankfurter Parkett habe niemand mit einer Gewinnwarnung gerechnet. Am Rande des Treffens dürfte auch die Verhaftung des früheren Porsche-Entwicklungsvorstands Wolfgang Hatz durch die Münchner Staatsanwaltschaft im Zuge der Ermittlungen ein Thema sein. Hatz sitzt einem Insider zufolge wegen der Ermittlungen der Münchner Staatsanwaltschaft seit Donnerstag in Untersuchungshaft.

VW hatte im September 2015 nach Vorwürfen der amerikanischen Umweltbehörden eingeräumt, mit einer speziellen Software in großem Stil bei Abgastests getäuscht zu haben. Die Behörde bestätigte lediglich, dass in dem Ermittlungsverfahren wegen Betrugs und illegaler Werbung ein zweiter Beschuldigter hinter Gitter gekommen sei. Weltweit waren etwa 11 Millionen Fahrzeuge betroffen, in Nordamerika rund 600.000.

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