Atomstreit: USA stehen mit Nordkorea in direktem Kontakt

Tillerson ist zu Gesprächen in Peking

Peking ist Beobachter zufolge in der Nordkorea-Frage aber gespalten: Zwar will das Land in seiner Nachbarschaft keine Atomwaffen.

Tillerson wurde bei seinem zweiten Besuch in Peking von den für Außenpolitik zuständigen Spitzenpolitikern Wang und Staatsrat Yang Jiechi in der Großen Halle des Volkes empfangen. Dies sei aber nicht die erste Wahl, um den Streit über das Atom- und Raketenprogramm des Landes zu lösen. Vor dem Tillerson-Besuch rief das Aussenministerium erneut zu einer "friedlichen Lösung" auf.

Die USA stehen nach Angaben ihres Außenministers Rex Tillerson im Kontakt mit Nordkorea, um die Möglichkeit von Verhandlungen über dessen Atom- und Raketenprogramm auszuloten. Sowohl US-Präsident Donald Trump als auch Nordkoreas Diktator Kim Jong-un hatten scharfe Drohungen ausgesprochen.

Auch Tillerson sprach von einer "sehr regelmäßigen und engen Arbeitsbeziehung", die Trump und Xi Jinping entwickelt hätten.

Er gehe davon aus, dass Trumps erster Besuch in China "besonders, wunderbar und erfolgreich" werde, fügte Xi hinzu. Es kam auch zu einem kurzen Treffen mit Präsident Xi Jinping. Nordkorea arbeitet erklärtermaßen an der Entwicklung einer Rakete, die einen Atomsprengkopf bis aufs Festland der USA tragen kann.

Der Konflikt spitzte sich in den vergangenen Tagen weiter zu, nachdem Nordkorea als Reaktion auf martialische Äußerungen Trumps mit dem möglichen Test einer Wasserstoffbombe über dem Pazifik gedroht hatte. Die USA schickten zugleich B-1B-Bomber und Kampfjets in den internationalen Luftraum östlich von Nordkorea.

Die USA hatten zuletzt nachdrücklich versucht, China zu einer stärkeren Einflussnahme auf Nordkorea zu drängen.

Zugleich fürchtet China jedoch einen Kollaps Nordkoreas, der Flüchtlingsströme nach China und das Heranrücken von US-Truppen von Südkorea bis an die chinesische Grenze zur Folge haben könnte.

Peking setzt mitbeschlossene UNO-Sanktionen gegen Nordkorea um, will dabei aber nicht zu weit gehen. So ordnete Peking erst am Donnerstag im Rahmen der UN-Beschlüsse eine Schließung aller nordkoreanischen Unternehmen in China bis Ende Januar an, lehnt aber ein von den USA gefordertes komplettes Öl-Embargo gegen Nordkorea ab.

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