Buhrufe für knienden NFL-Besitzer nach Trump-Kritik

Niederknien statt Strammstehen zur Hymne – mit den New England Patriots protestieren auch die Superbowl Titelverteidiger gegen Donald Trumps Tiraden

Als einige Profis am 11. September 2016 spezielle Schuhe tragen wollten, um die 9/11-Toten zu ehren, drohte die NFL mit Bußen.

Die NBA-Teams stellten sich den Fragen der Medienvertreter, nachdem Trump NFL-Spieler für deren Nationalhymnen-Protest kritisiert und die Einladung an die Golden State Warriors zum obligatorischen Meisterschaftsbesuch im Weißen Haus via Twitter zurückgezogen hatte. Gregg Popovich fand deutliche Worte. Später ruft er in wütenden Tweets zum Boykott der NFL auf, fordert, dass protestierende Spieler entlassen werden.

Unbeeindruckt von einer Welle der Kritik hatte US-Präsident Donald Trump seinen Streit mit der National Football League (NFL) fortgesetzt.

Trump sagte am Dienstag weiter: "Ich war beschämt von dem, was passiert ist". Darin entwickelte der erklärte Trump-Fan diese Verschwörungstheorie: "Die Linken versuchen doch nur, mit dieser Sache ein paar billige politische Punkte zu sammeln mit dem wahnsinnigen und lächerlichen Ziel, Trump seines Amtes zu entheben". Auch mehrere Teamkameraden hatten wenig Begeisterung gezeigt. Superstar LeBron James nannte den Präsidenten daraufhin einen "Penner" und erklärte, der Besuch im Weißen Hause sei immer eine Ehre gewesen - bis Trump dort einzog. Etwa zeitgleich brilliert Neo-Nationalheld Villanueva bei ESPN mit dem Sportler-Satz des Jahres: Sein Gang aus der Kabine sei ein Missverständnis gewesen, er habe nur die Flagge sehen wollen. "Die herzlosen und beleidigenden Kommentare des Präsidenten sind widersprüchlich zu dem, für das dieses großartige Land steht", heißt es zum Beispiel in der Mitteilung des Besitzers der San Francisco 49ers, Jed York. Und solche wählte er Ende letzter Woche bei einer Wahlkampf-Veranstaltung in Huntsville, Alamaba: Er legte sich mit jenen NFL-Spielern an, welche aus Protest gegen Polizei-Gewalt vor allem gegen Afroamerikaner beim Abspielen der Nationalhymne knien. Das Knien während der Hymne von Kaepernick und anderer Spieler - es ging für die NFL in Ordnung. Sie waren jedoch aufgestanden, bevor die Hymne begann. Es sei jedoch ein Fortschritt, dass die Spieler für die Hymne aufgestanden seien.

Doch vielen Football-Anhängern sprach Trump aus der Seele. Neben Zuspruch einiger Vereinsinhabern und Sympathisanten im Publikum wurde die Aktion aber durchaus auch von Buhrufen begleitet, wie von Trump selbstredend wahrgenommen wurde: "Viele Menschen haben die knienden Spieler ausgebuht". Auf einer Wahlkampfveranstaltung für den republikanischen Senator Luther Strange hatte der Präsident nämlich zu den Zuhörern gemeint: "Würdet ihr es nicht liebend gern sehen, wenn ein NFL-Eigentümer über jemandem, der unserer Flagge keinen Respekt erweist, sagt: 'Hol diesen Hundesohn sofort vom Spielfeld runter". Stanley-Cup-Champion Pittsburgh Penguins wird auch die Einladung ins Weiße Haus annehmen. "Ich schaue zu Athleten auf, die für das, was sie glauben, Stellung beziehen", sagte der Skistar. Auch der erste Baseballer reagierte: Catcher Bruce Maxwell von den Oakland Athletics kniete vor dem Spiel gegen die Texas Rangers, den Exklub von George W. Bush. "Die Leute haben das Recht, sich so auszudrücken, wie sie es für richtig halten". Profis zu attackieren, weil sie von ihrem Recht der freien Meinungsäußerung Gebrauch machen?

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