Myanmar verwehrt UN-Experten wieder Zugang zu Rohingya

Mutter mit Kleinkind

Die Armee müsse den Einsatz sofort einstellen und einen uneingeschränkten Zugang für humanitäre Hilfe zulassen. Den geflüchteten Rohingya müsse die sichere Rückkehr in ihre Heimat ermöglicht werden.

Guterres kündigte eine Geberkonferenz für den 9. Oktober an. Guterres forderte die Regierung in Myanmar erneut auf, den Rohingya eine Staatszugehörigkeit und entsprechende Rechte zu geben. Russland und China stellten sich allerdings hinter Myanmar. Die US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Haley, sprach von ethnischer Säuberung.

Ein westlicher Diplomat bei der UNO verwies auf die Gratwanderung für Suu Kyi, die einem noch immer mächtigen Militär gegenüberstehe.

Die Hilfsorganisationen appellierten an Myanmars Regierungschefin Aung San Suu Kyi, ihren Worten Taten folgen zu lassen. Die Muslime in dem mehrheitlich buddhistischen Myanmar sind seit Jahren Repressionen ausgesetzt. Die derzeitige Krise war Ende August ausgebrochen, nachdem Rohingya-Milizen Polizei- und Militärposten angegriffen hatten. Das Militär reagierte mit brutaler Gegengewalt. Die katholische Kirche warte auf die Erlaubnis, über die Caritas den Menschen ihrerseits helfen zu können, so der Kardinal, der in den vergangenen Tagen einige Flüchtlingslager besuchte. Die UN müssten Sicherheitszonen innerhalb Myanmars aufbauen.

Als offiziellen Grund nannten die Behörden Myanmars die schlechten Wetterbedingungen.

Wegen der Gewalt gegen die Rohingya, die muslimische Minderheit in Myanmar, sind seit einem Monat rund 518 000 Menschen ins benachbarte Bangladesch geflohen.

Nach der Ankunft von mehr als 500.000 Rohingya-Flüchtlingen seien mittlerweile über 900.000 Mitglieder "dieser am meisten verfolgten Minderheit der Welt" in seiner Nation untergekommen, sagte Bin Momen. Das Boot war bei starkem Regen und schwerer See gekentert. Laut Internationaler Organisation für Migration (IOM) vom Freitag starben bei dem Bootsunglück vor der Küste von Bangladesch 23 Menschen. Nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR wurden zunächst 27 Überlebende gezählt.

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