Pestseuche: Madagaskar setzt Notfallplan gegen Verbreitung in Kraft

Schnelltest für Pest Erreger in einem Labor in Madagaskar

Mit einem Notfallplan will die Regierung Madagaskars eine weitere Ausbreitung der derzeit grassierenden Pest verhindern. Ministerpräsident Olivier Mahafaly Solonandrasana hat ein allgemeines Versammlungs- und Veranstaltungsverbot für die Hauptstadt verfügt. Allein in Antananarivo waren in den vergangen Tagen sechs Menschen an der Pest gestorben.

Madagaskars Hauptstadt Antananarivo

Auch bei Sammelplätzen im Personenverkehrsbereich, etwa für Busse und Taxis, wurden Maßnahmen getroffen, damit es zu keinen Menschenansammlungen kommen kann, um so die Übertragungsgefahr einzudämmen. Seit 2010 zählte die Weltgesundheitsorganisation WHO in Madagaskar trotzdem rund 500 Pest-Tote. In dem Inselstaat vor der Ostküste Afrikas gibt es jedes Jahr Pest-Wellen. Experten machen schlechte Hygiene und eine mangelhafte Gesundheitsversorgung dafür verantwortlich. Häufigste Form ist die Beulenpest, die mit Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen sowie einer Entzündung der Lymphknoten im Leistenbereich einhergeht. Im Mittelalter war sie für Millionen von Menschen tödlich.

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