Seltenere Pest-Form breitet sich auf Madagaskar aus

Lungenpest in Madagaskar

Auch heutzutage kommt es in manchen Regionen zu Krankheitsfällen.

Der jüngste Ausbruch sei aus zwei Gründen besorgniserregend, so die WHO: Zum einen seien dieses Mal vor allem Hafenstädte mit hoher Bevölkerungsdichte sowie die Hauptstadt Antananarivo mit zwei Millionen Einwohnern betroffen. Denn wird die Krankheit rechtzeitig erkannt, können Antibiotika helfen.

Die derzeit in Madagaskar auftretende Pest könnte sich nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) auch auf andere Länder in der Region ausbreiten. Während Beulenpest sich durch den Biss von Ratten oder Mücken ausbreite, steckten sich Lungenpest-Kranke gegenseitig an.

Bei der Pest handelt es sich um eine hochansteckende bakterielle Infektionskrankheit.

Die Pest zeigt sich zu Beginn in Form von Schüttelfrost, Fieber, Kopfschmerzen und Schwindel.

Im Mittelalter starben Millionen von Menschen am sogenannten "Schwarzen Tod".

Denkbar wäre allerdings auch, dass europäische Touristen, die sich in Madagaskar anstecken und nicht sofort behandeln lassen, die Krankheit in ihr Heimatland einschleppen. Wegen der zahlreichen Flugverbindungen bestehe durchaus Gefahr, dass die hoch ansteckende Seuche auch die Nachbarinseln im Indischen Ozean erreicht, sagte WHO-Sprecher Christian Lindmeier.

Jedes Jahr erkranken weltweit rund 3.000 Menschen an der Pest. Dabei wurde die Gefahr als nur "mäßig hoch" eingestuft, sodass bislang noch keine Reisewarnung ausgegeben werde. Der Experte stufte die Gefahr einer Ausbreitung über die Region hinaus als "niedrig" ein. Von Fachleuten werden schlechte Hygiene und mangelhafte Gesundheitsversorgung für die immer wieder auftretenden Pest-Fälle auf der Insel verantwortlich gemacht. Seit August sind der Weltgesundheitsorganisation (WHO) 133 Fälle gemeldet worden, 24 Menschen sind aufgrund der Krankheit gestorben.

Wie es heißt, ist in diesem Jahr besonders gefährlich, dass gleichzeitig Fälle von Beulen- und der selteneren Lungenpest auftreten. Im Gegensatz zur Beulenpest wird die Lungenpest von Mensch zu Mensch übertragen und kann die Betroffenen binnen 24 Stunden töten, wenn sie unbehandelt bleibt.

Related:

Comments

Latest news

NSU-Prozess Verfahren bis 24. Oktober unterbrochen
Er verwies zur Begründung auf entsprechende Möglichkeiten der Strafprozessordnung. Dies hätte das Mammutverfahren ernsthaft gefährdet. Der NSU-Prozess ist bis zum 24.

Tyra Banks: Überraschende Trennung von Kindsvater
Schon im Juli 2016 hatte das Blatt geschrieben , dass York die Beziehung von Banks und Asla auf die Probe stelle. Asla sei bereits aus dem gemeinsamen Heim in Los Angeles ausgezogen, heißt es aus dem Umfeld des Ex-Paares.

Siemens trennt sich von restlicher Osram-Beteiligung
Siemens unterstrich, dass Osram auf eigenen Füßen stehe und die Beteiligung nicht strategisch gewesen sei. Zum Xetra-Schlusskurs vom Mittwoch hat das Paket einen Wert von mehr als 1,2 Milliarden Euro.

WatchOS 4.0.1 erschienen
Das schreibt Apple in den Veröffentlichungsnotizen für das neue Smartwatch-Betriebbssystem. watchOS 4.0.1 ist da. Um eine Apple Watch zu aktualisieren, muss diese zu mindestens 50% geladen und am Netzteil angeschlossen sein.

Polizei sucht Räuber mit Bildern
Während des Gesprächs hat der vermeintliche Kunde dann plötzlich ein Messer hervorgezogen, damit die 33 Jahre alte Angestellte bedroht und Geld gefordert.

Other news