Airbus rechnet mit hohen Geldstrafen

Airbus-Chef Tom

Schwerwiegende Konsequenzen seien nicht auszuschliessen, insbesondere das Risiko erheblicher Geldstrafen, heisst es in dem Brief, den das französische Internetmagazin "Mediapart" veröffentlichte und aus dem auch andere Medien zitierten. Airbus stünden "turbulente und verwirrende Zeiten" bevor. Gleichzeitig betont der Unternehmensboss, dass die durch Airbus selbst erfolgte Meldung entsprechender Auffälligkeiten die "einzige Verhaltensweise" sei, die Werten, Ethikstandards, Konformitätsregeln und rechtlicher Verantwortung entsprächen. Der Verwaltungsrat stehe in der Angelegenheit hinter ihm und dem Chef-Juristen John Harrison. Enders versicherte, Airbus werde "aus dieser Krise als besseres, stärkeres und wettbewerbsfähigeres Unternehmen hervorgehen".

Bereits seit dem vergangenen Jahr gehen die britische Antikorruptionsbehörde sowie die französische Finanz-Staatsanwaltschaft Vorwürfen nach, die auf Korruption, Betrug und Bestechung im Hause Airbus lauten. Die Vorwürfe betreffen nach Angaben vom August 2016 Unregelmäßigkeiten im Zusammenhang mit Beratern einer "dritten Partei".

Ebenfalls Gegenstand der Ermittlungen sind die Umstände rund um den Eurofighter-Deal mit Österreich. Interne Ermittler seien auf mehr als einhundert mögliche Korruptionszahlungen in dreistelliger Millionenhöhe gestoßen. "Weder die seit Jahren andauernden staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen in München und Wien noch unsere eigenen umfangreichen Untersuchungen haben Anhaltspunkte ergeben, die auf Bestechung im Zusammenhang mit dem Verkauf von Eurofighter-Flugzeugen nach Österreich hindeuten", sagte ein Sprecher des Unternehmens.

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