Air Berlin startet Gespräche zum Sozialplan

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Die insolvente Fluggesellschaft Air Berlin beginnt Gespräche über einen Sozialplan für die Mitarbeiter, die mit einer Entlassung rechnen müssen. "Wir sind entsetzt", sagte eine Gewerkschaftssprecherin am Samstag. Ein Sprecher der Airline wollte sich dazu nicht äußern. "Mit dem Schicksal von Beschäftigten kann man so nicht umgehen".

Zuvor hieß es in einer Reuters vorliegenden Mitarbeiterinfo des Betriebsrats, dass rund 1400 Beschäftigten beim Verwaltungs- und Bodenpersonal die Kündigung drohe.

Die Gewerkschaft Ver.di forderte Air Berlin auf, Klarheit zu schaffen, ob und wie viele Beschäftigte zum Ende des Monats entlassen werden sollen.

Wer für die Aufrechterhaltung des Flugbetriebs benötigt werde, erhalte eine Kündigung zu Ende Februar 2018. Ein Insider ergänzte, dass die Kündigungen nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens ausgesprochen werden sollten. Sie will kommenden Freitag im Rahmen einer eigenen Messe um die Air-Berliner werben.

Während der Geschäftsbetrieb der Air Berlin nicht fortgeführt wird, soll der operative Service für die österreichische Tochter Niki genauso aufrechterhalten werden wie jener der Regionalflugtochter LGW. Ebenso Maschinen im sogenannten Wetlease, welche die Lufthansa von Air Berlin einschließlich ihrer Besatzung gemietet hat. Und tatsächlich dürften große Arbeitgeber aus und rund um Berlin sich aktiv um die Mitarbeiter der Fluglinie bemühen. Chefsanierer Frank Kebekus und Vorstandschef Thomas Winkelmann verhandeln mit der Lufthansa und mit Easyjet intensiv über den Verkauf. An den Veranstaltungen teilnehmen würden die Deutsche Bahn, der Onlinehändler Zalando, die Service-Tochter des Chemiekonzerns BASF, der Schienenfahrzeugbauer Stadler Pankow, der Autobahn-Maut-Eintreiber Toll Collect, die Bundesagentur für Arbeit und weitere Unternehmen, hieß es. Zudem sind am Standort Berlin vom 10. und 13. Oktober Job-Messen geplant, wie aus einer internen Rundmail von Personalchefin Martina Niemann hervorgeht, die dpa ebenfalls vorliegt. Auch die Lufthansa-Tochter Eurowings scheint an Personal interessiert.

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