Der Nobelpreisträger für Ökonomie steht fest

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                          Verhaltensökonom Richard H. Thaler – Bloomberg

Mit dem Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften wird in diesem Jahr der US-Ökonom Richard Thaler ausgezeichnet.

Für seine Erforschung der Psychologie hinter wirtschaftlichen Entscheidungen bekommt der US-Wissenschaftler Richard H. Thaler den diesjährigen Nobelpreis für Wirtschaft. Dies gab die Königlich-Schwedische Wissenschaftsakademie in Stockholm bekannt.

Die Auszeichnung geht nicht wie die anderen Nobelpreise auf das Erbe des Schweden Alfred Nobel zurück und ist deswegen umstritten. "Seine empirischen Befunde und theoretischen Einsichten waren maßgeblich für die Schaffung des neuen und schnell wachsenden Gebiets der Verhaltensökonomie, die einen tiefgehenden Einfluss auf viele Bereiche der wirtschaftlichen Forschung und Politik gehabt hat", hieß es. Er ist also eigentlich kein richtiger Nobel-, sondern ein Alfred-Nobel-Gedächtnispreis, auch wenn er wie die anderen Preise von der Königlich Schwedischen Akademie der Wissenschaften vergeben wird.

Die mit umgerechnet rund 940'000 Euro (neun Millionen schwedischen Kronen) dotierte Auszeichnung geht nicht auf das Testament des Erfinders Alfred Nobel zurück. Er kritisiert die ökonomischen Ansätze, die von einer völligen Rationalität der Märkte ausgehen. Sie wurde 1968 von der schwedischen Reichsbank gestiftet, um die Reihe der traditionellen Nobelpreise um die Ökonomie zu ergänzen.

Seitdem wurden vor allem Ökonomen aus den Vereinigten Staaten ausgezeichnet - 2016 ging der Preis an einen US-Amerikaner und einen Finnen.

In den vergangenen Tagen waren bereits die Gewinner der Nobelpreise für Medizin, Physik und Chemie, Literatur sowie der Friedensnobelpreisträger bekanntgegeben worden. Nur ein Deutscher wurde bisher geehrt: der Bonner Spieltheoretiker Reinhard Selten im Jahr 1994. Überreicht wird der Preis am 10. Dezember in Stockholm.

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