K+S will seine Geschäftsfelder Kali und Salz integrieren

Am Konzernsitz in Kassel hat der Vorstand Großes vor: Deutschlands größtes börsennotiertes Rohstoffunternehmen verordnet sich einen strukturellen Umbau.

Das gelte auch für das K+S-Werk Werra mit rund 4400 Beschäftigten, dem aufgrund des hohen Vorkommens an Magnesium und Sulfat bei der Produktion eigener "Spezialitäten", auf die man sich zukünftig stärker konzentrieren wolle, eine besondere Rolle zukommen könnte. Ein separater Börsengang ist nicht vorgesehen.

Der auch in Thüringen tätige Rohstoffkonzern K+S baut weiterhin auf seine Geschäftsfelder Kali und Salz und setzt sich ehrgeizige Wachstumsziele bis 2030. Die Integration der beiden Bereiche soll ab Ende 2020 zu deutlichen Synergieeffekten führen. Marktbeobachter hatten zuvor spekuliert, dass sich das Unternehmen von seiner Salzsparte trennen und es womöglich an die Börse bringen könnte. Doch Reuters hatte in der vergangenen Woche von Insidern erfahren, dass ein solcher Schritt nicht zu den Plänen gehöre.

Im Aktienhandel reagierten Anleger zurückhaltend. Doch K+S gab ein "klares Bekenntnis" zu beiden Rohstoffen sowie zu den deutschen und internationalen Produktionsstandorten ab.

K+S teilte am Montag weiter mit, im Jahr 2030 einen Betriebsgewinn (Ebitda) von 3 Mrd. Bisher hatte das Kasseler Unternehmen für das Jahr 2020 ein Ebitda von rund 1,6 Mrd.

Der neue Ausblick beeindruckte Anleger ebenfalls wenig: Erst kürzlich hatte K+S hier seinen mittelfristigen Ausblick nach unten korrigieren müssen. Da der Konzern die Erholung der Kalipreise aber zu optimistisch eingeschätzt hatte, musste er sich im August davon verabschieden. In der Bilanz für 2016 hatten die Buchhalter bei K+S diese Ergebniskennziffer auf 519 Millionen Euro beziffert.

Mit langfristigen Zielen von Unternehmen hätten viele Investoren Probleme, heißt es aus dem Handel. Euro als Ziel ausgegeben.

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