US-Vizepräsident verlässt Stadion aus Protest gegen knieende Football-Spieler

Mike Pence bei Footballspiel

New York. Weil sich einige American Football-Spieler weigerten, bei der Nationalhymne aufzustehen, verließ US-Vizepräsident Mike Pence demonstrativ das Stadion. In den Vereinigten Staaten ist es bei vielen Sportveranstaltungen Sitte, dass zuvor die US-Nationalhymne gespielt wird. 2016 hatte der frühere 49ers-Quarterback Colin Kaepernick als erster Spieler seinem Protest explizit gegen Rassismus und Polizeigewalt in den USA mit dem Kniefall Ausdruck verliehen. Der 58-Jährige verließ am Sonntag aus Protest das NFL-Spiel zwischen den Indianapolis Colts und den San Francisco 49ers. Diese waren wiederholt aus Protest gegen Rassismus und Polizeigewalt gegen Schwarze auf die Knie gegangen, während die Nationalhymne vor Beginn ihres Spiels ertönte.

Vizepräsident Pence, der aus Indiana stammt, hatte sich die Veranstaltung in der Bundeshauptstadt Indianapolis anschauen wollen. Als Ex-Gouverneur von Indiana war er für eine Ehrung des früheren Colts-Quarterbacks Peyton Manning angereist.

Die Profis der Colts standen während der Hymne und trugen schwarze T-Shirts mit der Aufschrift "Wir stehen auf für Gleichberechtigung, Gerechtigkeit, Einigkeit, Respekt, Dialog, Chancen". Es sei aber "nicht zu viel von den NFL-Spielern verlangt, die Flagge und die Hymne zu respektieren".

Trump stellte anschließend klar, dass die Aktion abgesprochen war.

US-Präsident Trump liefert sich seit Ende September einen heftigen Streit mit Sportstars über deren angeblich mangelnde patriotische Gesinnung, wie er entgegen den Statements der Spieler die Geste interpretiert. Im vergangenen Monat hatte der Präsident in einer Rede und in einer ganzen Serie von Tweets Team-Besitzer sogar aufgerufen, protestierende Spieler zu entlassen. Auch die Fans sollten die NFL-Spiele boykottieren, solange die Proteste während der Hymne anhalten.

Related:

Comments

Latest news

Tor: Lewandowski fährt mit Polen zur WM
Die Slowaken müssen nun hoffen, nach Abschluss aller Gruppen zu den acht besten Zweiten zu gehören, um an den Play-offs (9./14. In der polnischen Anfangsformation standen auch Lukasz Piszczek (Borussia Dortmund) und Jakub Blaszczykowski (VfL Wolfsburg).

Regierungsvertreter entschuldigt sich für Polizeigewalt in Katalonien
Die spanische Zentralregierung hat die Abhaltung von Wahlen in der nach Unabhängigkeit strebenden Region Katalonien gefordert. Bei dem umstrittenen Referendum hatte eine überwältigende Mehrheit der Katalanen für die Unabhängigkeit votiert.

Studie: Apple soll alte iPhones nicht absichtlich langsamer machen
Per 3D-Touch auf das Kamerasymbol können sofort einige Funktionen der Kameras direkt vom Startbildschirm aufgerufen werden.

Bayern-Gegner RSC Anderlecht holt neuen Coach
Einen Namen hat sich der ehemalige Profi vor allem in der Saison 2014/15 gemacht, als er Gent zur ersten Meisterschaft führte. Dazu gab es noch die 0:3-Heimpleite in der vergangenen Woche am zweiten Spieltag der UEFA Champions League gegen Celtic .

Süle und Mustafi angeschlagen raus
Der Verteidiger vom FC Arsenal hatte sich kurz vor dem überraschenden Ausgleich der Gäste in der 34. Dafür hatte der Frankfurter Emre Can allen Grund zum Jubeln.

Other news