May rechnet nicht mit baldiger Annäherung

BRITAIN-POLITICS-EU-BREXIT-RELIGION

Aus Mays Sicht liege "der Ball nun im Feld" der EU. Obwohl es "fundamental" im Interesse Londons liege, dass die Austrittsverhandlungen erfolgreich seien, müsse ihre Regierung "für alle Eventualitäten vorsorgen", sagte May im britischen Parlament.

In Brüssel soll am Nachmittag - etwa gleichzeitig mit Mays Auftritt in London - die fünfte Runde der Gespräche über den Austritt Großbritanniens aus der EU beginnen.

Die britische Premierministerin Theresa May sieht jedoch die EU bei den Brexit-Verhandlungen in der Bringschuld, wie sie am Montag im Parlament klar machte.

Die Gespräche kamen bisher in zentralen Austrittsfragen wie den Finanzforderungen an London, den künftigen Rechten von EU-Bürgern in Großbritannien und dem Status Nordirlands kaum voran. Die EU besteht darauf, zunächst wichtige Trennungsfragen abzuhaken - unter anderem will sie finanzielle Zusagen in Milliardenhöhe. Entsprechende Positionspapiere zu künftigen Handels- und Zollregelungen wurden noch am Montag veröffentlicht.

Die EU-Kommission wies dies sofort zurück. Die britische Regierung bereitet sich aber auch auf den Fall vor, dass keine Einigung mit der EU erzielt wird. Das EU-Team stehe rund um die Uhr für Verhandlungen zur Verfügung, betonte der Sprecher. Ursprünglich war vorgesehen, dort schon Phase zwei der Gespräche einzuläuten. Aber vorige Woche hatte EU-Chefunterhändler Barnier im Europaparlament erklärt, so weit sei es noch nicht.

Dabei wächst der Zeitdruck für die extrem komplexen Verhandlungen - und die Nervosität bei Wirtschaftsvertretern auf beiden Seiten. Nachdem am Donnerstag bereits der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) gewarnt hatte, dass deutsche Unternehmen "Vorsorge für den Ernstfall eines sehr harten Ausscheidens treffen" müssten, zeigte sich am Montag auch der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) besorgt. "Die verbleibende Zeit, um eine friktionslose Nachfolgeregelung nicht nur zu finden, sondern auch zu implementieren, ist ausgesprochen knapp", erklärten die Berater.

Trotz der Schwierigkeiten steht eine Mehrheit hinter Premierministerin Theresa May. Zweitens die Abschlussrechnung für die britische EU-Mitgliedschaft. Das Institut befragte mehr als 2.000 Wähler am vergangenen Wochenende.

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