Schauspieler distanzieren sich von Harvey Weinstein

George Clooney kritisiert nun auch Harvey Weinstein

Harvey Weinstein produzierte legendäre Filme wie "Pulp Fiction", "Shakespeare in Love" oder "The King's Speech". Was mit den Anteilen geschieht, die Harvey Weinstein an seiner Firma hält, war zunächst unklar.

Ihm sei aber nicht bewusst gewesen, wie Weinstein angeblich Vereinbarungen mit Frauen erreichte, die er sexuell belästigte, so wie es nun von der "New York Times" enthüllt wurde.

Um den Ruf des Filmmoguls nicht zu schaden, gab es Schweigegeld - für acht Frauen, die Anzeige erstattet hatten. 2012 hatte sie den Produzenten in ihrer Golden-Globe-Dankesrede für "Die Eiserne Lady" noch als "Gott" bezeichnet. "Die unerschrockenen Frauen, die ihre Stimme erhoben haben, um diesen Missbrauch zu entlarven, sind unsere Heldinnen". Angesichts neuer Vorwürfe zum "Fehlverhalten" Weinsteins hätten die Direktoren der Weinstein Company entschieden und den Co-Gründer informiert, dass seine Beschäftigung mit sofortiger Wirkung beendet sei, erklärte der Aufsichtsrat laut US-Medien. Noch an Bord sind Harveys Bruder Robert Weinstein, Lance Maerov, Richard Koenigsberg und Tarak Ben Ammar. "Der JAHRZEHNTELANGE Gebrauch von Macht, um Frauen einzuschüchtern für einen sexuellen Nutzen ist verwerflich und unentschuldbar". US-Schauspielerin Jessica Chastain auf Twitter. Was ist mit den Männern? "Vielleicht haben viele Angst wegen ihres eigenen Verhaltens".

Weiters erklärte sie, dass sie von Beginn an vor Weinstein gewarnt wurde. Mehrere Kongressabgeordnete kündigten nach Bekanntwerden der Vorwürfe an, von Weinstein erhaltene Spenden umgehend an Wohltätigkeitsorganisationen weiterzuleiten. Das ist das einzige Wort, mit dem man anfangen kann. Harvey hat es zugegeben und es ist unverzeihlich. Ich kenne Harvey seit 20 Jahren. Er habe viel Zeit mit Weinstein verbracht: "Wir hatten gemeinsame Abendessen, wir waren gemeinsam am Set, wir hatten Streitereien".

"Ich sitze hier, zutiefst bestürzt, und gestehe mir selbst ein: Ja, jahrelang waren mir die vagen Gerüchte darüber bekannt, dass Harvey Weinstein ein Muster hatte, sich gegenüber Frauen unangemessen zu verhalten", schrieb sie in der 'Times'.

Auch die britische Schauspielerin Judi Dench (82) distanziert sich angesichts der Missbrauchsvorwürfe von dem Filmmogul. In einem Statement offerierte sie "Unterstützung von ganzem Herzen" für diejenigen, die sich über das Verhalten des Produzenten beschwert haben. Sie sei aber "komplett ahnungslos" gewesen, was die Vorwürfe angehe, die "natürlich fürchterlich" seien.

Judi Dench, ebenfalls Oscar-Gewinnerin, die einen großen Teil ihres Erfolgs Weinstein zuschrieb, äußerte sich "geschockt".

"Er hat die ersten 14 Jahre meiner Karriere finanziert – und nun weiss ich, dass während ich einen Nutzen davon hatte, andere in schrecklichen Schmerzen waren. Ich schäme mich dafür".

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