Warenhaus Kaufhof will Löhne und Gehälter kürzen

Der Warenhauskonzern Kaufhof steckt in der Krise

Den rund 21.500 Mitarbeitern des Kölner Warenhausunternehmens Galeria Kaufhof drohen ausgerechnet zu Beginn des Weihnachtsquartals böse Überraschungen. Der Eigentümer will sparen. Das Management drängt deshalb auf Einschnitte bei Löhnen und Gehältern der etwa 21.000 Mitarbeiter. So hat die Geschäftsführung des zur kanadischen Hudson's Bay Company (HBC) gehörenden Unternehmens jetzt Gespräche mit der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi über einen neuen Tarifvertrag zur Beschäftigungssicherung aufgenommen.

Ziel sei es, dem Unternehmen eine "wirtschaftliche Atempause" zu verschaffen, bis die vom neuen kanadischen Eigentümer HBC angestoßenen Wachstumsmaßnahmen Wirkung zeigten, sagte Link. Details zu den angestrebten Einschnitten nannte das Unternehmen nicht.

Zuvor hatte die "Süddeutsche Zeitung" über die Pläne des Kaufhof-Managements berichtet. Nach dpa-Informationen gab es bereits am Montag einen ersten Kontakt des Unternehmens mit Verdi-Chef Frank Bsirske.

Der Kaufhof-Chef verwies auf den dramatischen Strukturwandel im Einzelhandel. Daran müsse sich der Kaufhof wie der gesamte Markt anpassen. "Unser Ziel ist, das Unternehmen wieder nachhaltig profitabel zu machen und für die Zukunft eine wettbewerbsfähige Kostenstruktur zu schaffen", begründete der Vorsitzende der Geschäftsführung Wolfgang Link den Schritt. Für zusätzliche Unruhe sorgte im Frühjahr der überraschende Abgang von Firmenchef Olivier Van den Bossche. Auch im bisherigen Jahresverlauf sind die Umsätze weiter geschrumpft, sodass das Jahresergebnis 2017 abermals schlecht ausfallen dürfte.

Seither kommt Kaufhof nicht zur Ruhe. Insidern zufolge hat der österreichische Karstadt-Eigner Rene Benko seine Fühler nach dem Konkurrenten ausgestreckt. Spekulationen um eine Allianz von Karstadt und Kaufhof gibt es indes immer wieder.

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