Wachsoldat in Wien-Leopoldstadt erschossen: Was man bisher weiß

Polizei und Rettung waren in Wien im Einsatz. Die Hilfe kam zu spät. apA

In einem Amtsgebäude des Bundesheeres in der Wiener Vorgartenstraße (Leopoldstadt) ist Montagabend gegen 19.13 Uhr ein Wachsoldat von seinem 22-jährigen Kameraden ergeschossen worden – das berichtet die APA. Die sofort alarmierten Notärzte konnten nichts mehr für den Wiener tun. Es blieb also unklar, ob es sich um Absicht oder einen Unfall handelte.

Sein Kollege, ein 22-jähriger Soldat, dürfte den jungen Mann mit seinem Sturmgewehr 77 getroffen haben.

Beim Bundesheer herrsche "große Trauer und Bestürzung", teilte Oberst Michael Bauer vom Verteidigungsministerium laut "ORF" mit.

Wie es zu dem schrecklichen Vorfall kommen konnte, untersucht die Polizei derzeit noch.

Der 20-Jährige erlitt einen Kopfschuss und verstarb. Das heißt, das Magazin mit der Munition ist zwar angesteckt, doch sollte abgedrückt werden, löst sich noch kein Schuss.

Der 22-jährige Salzburger wurde zwei Monate lang zum Wachkommandanten ausgebildet. Eines stand zu diesem Zeitpunkt bereits fest: Der Schuss aus der Standardwaffe des Bundesheeres, einem StG 77, kann sich nicht zufällig gelöst haben. Erst im März wurde von Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil ein neues Modell präsentiert.

Das StG 77 mit einem Kaliber von 5,56 Millimeter ist 3,75 Kilogramm schwer und könnte theoretisch in der Minute 700 Schuss abgeben. Vor allem der Ausbildner des 22-jährigen Schützen zeigte sich betroffen. Das Bundesheer rechnet die Waffe "zu den besten und verlässlichsten ihrer Art". "Mein Mitgefühl gilt den Eltern und den Angehörigen", sagte Doskozil. Dabei wurde er auch im Umgang mit der Waffe angelernt. Kurz nach dem tödlichen Ereignis war auch schon das Landeskriminalamt mit mehreren Polizeibeamten vor Ort, um ebenfalls ihre Ermittlungen aufzunehmen. Der 20-Jährige, der von dem Schuss des Salzburgers tödlich getroffen wurde, erhielt eine vierwöchige Basisausbildung und wurde dann drei Wochen lang zum Wachsoldaten ausgebildet, sagte Bauer.

Related:

Comments

Latest news

WHO: Zahl der fettleibigen Kinder gestiegen
Die Zahl extrem dicker Kinder und Jugendlicher hat sich in den vergangenen vier Jahrzehnten mehr als verzehnfacht. In Ländern mit hohem Einkommen verharrten die Zahlen auf viel zu hohem Niveau.

WhatsApp-Sicherheitslücke verrät, mit wem Du gerade schreibst
Der Überwacher muss noch nicht einmal mit der Person via WhatsApp befreundet sein - er muss lediglich die Telefonnummer kennen. In regelmäßigen Abständen überprüft die Erweiterung, ob ein bestimmter Kontakt online ist.

Hammer-Deal: Steven Spielberg produziert eine SciFi-Serie für Apple
Mit dem Deal könnte Apple endgültig in die Riege der etablierten Streamingdienste wie Netflix, Amazon oder Hulu aufsteigen. Wann es die Neuauflage von Amazing Stories auf die heimische Bildschirme schafft, ist bisher noch nicht bekannt.

Ein Schwerverletzter | Kleinlaster kracht in Gefahrenguttransport
Gegen 4 Uhr überholte ein Kleintransporter ein anderes Fahrzeug, um kurz danach auf der Rastanlage Lorsch Halt zu machen. Der Tank selbst wurde nach Feststellungen der Feuerwehr Lorsch glücklicherweise bei dem Aufprall nicht beschädigt.

Frontalkollision bei Pegnitz: Zwei Personen gestorben
Gegen 18.30 geriet der Mann aus dem Landkreis Neumarkt mit seinem Opel Corsa von Neuhof kommend kurz vor Pegnitz ins Schleudern. Auch der 55-jährige Mercedes-Fahrer aus Pegnitz musste in ein Krankenhaus eingeliefert werden.

Other news