Depressionen wegen Pille oder Spirale: Liegt es an den Nebenwirkungen?

The girl in confusion holds contraceptive tablets in hands

Dafür könnten die Nebenwirkungen verantwortlich sein. Demnach gibt jede zehnte Frau an, infolge der hormonellen Verhütung unter Depressionen zu leiden oder gelitten zu haben. Davon berichtet die Krankenkasse in einer Pressemitteilung.

An der Online-Umfrage der SBK nahmen zwischen dem 13. und 15. September 1054 Frauen teil. Nun warnt die SBK davor, welche Folgen hormonelle Verhütungsmethoden haben können - und rufen Frauen dazu auf, sich beraten zu lassen. Allerdings warnt die SBK, dass Nebenwirkungen wie Depressionen nicht selten mit den Vorteilen hormoneller Verhütungsmittel einhergehen. Dass die Pille bei Frauen Depressionen auslösen kann, ist bereits im Frühjahr von einer wissenschaftlichen Studie bestätigt worden (wir berichteten).

Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage der Siemens-Betriebskrankenkasse in Deutschland. Laut einer Umfragestudie leidet beispielsweise jede 10. Frau an Depressionen durch die Pille oder Spirale. Besonders jüngere Frauen zwischen 18 und 24 Jahren bemerken häufiger Nebenwirkungen (65 Prozent). Die Kupferspirale ist vor allem für die Altersgruppen 18-24 (26 Prozent) und 25-34 (20 Prozent) eine Option. Mehr als ein Drittel der Frauen (43 Prozent) gab an, die Pille schon einmal genutzt zu haben, diese als Verhütungsmittel jedoch nicht mehr in Betracht zu ziehen.

Die Hormonspirale hingegen erfreut sich weniger Beliebtheit: Nur drei Prozent greifen aktuell bei der Verhütung darauf zurück.

Weitere Nebenwirkungen sind Gewichtszunahme (28 Prozent), Kopfschmerzen (17 Prozent) und sexuelle Unlust (neun Prozent).

In Österreich ist bereits seit geraumer Zeit ein Trend weg von hormoneller und hin zu nicht-hormoneller Verhütung bemerkbar. 61 Prozent dieser Frauen vermeiden Hormone wegen befürchteter negativer Nebenwirkungen - das entspricht 5,3 Prozent der gesamten weiblichen Bevölkerung. Dennoch gilt sie bei vielen Frauen nach wie vor als bevorzugtes Verhütungsmittel.

Die Umfrage zeigt, dass viele Frauen auf hormonelle Verhütungsmethoden verzichten oder hormonfreien Alternativen gegenüber aufgeschlossen sind. Insgesamt würden 63 Prozent der Befragten nicht-hormonelle Alternativen zur Verhütung erwägen.

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