Geschäftsführer Kwon tritt zurück — Samsung

Wirtschaft Samsung Chef Kwon Oh Hyun tritt zurück

Der Chef des von einem Korruptionsskandal erschütterten koreanischen Technologie-Giganten Samsung, Kwon Oh Hyun, hat seinen Rücktritt angekündigt. 2016 noch hatte der südkoreanische Verbraucherelektronikpionier dramatische Schlagzeilen produziert: Zunächst beherrschte der Super-GAU des explodierenden Phablets Note 7 die Tech-Medien rund um den Globus, dann wurde auch noch im Februar des bisherige Konzernchef Lee Jae-yong wegen Bestechungsvorwürfen verhaftet. Er soll die damalige südkoreanische Präsidentin Park Geun-hye (박근혜) bestochen haben, damit diese eine Fusion im Samsung-Konzern genehmigt.

Samsungs noch-CEO Kwon Oh-Hyun möchte für die Chefetage einen Neustart anstreben und Platz für jüngere Führungskräfte machen, die mit frischen, zukunftsweisenden Visionen den Konzern weiter voranbringen sollen. Lee wie auch die Staatsanwaltschaft legten Berufung gegen das Urteil ein. Samsung sei mit einer "beispiellosen Krise" konfrontiert, teilte der Samsung-CEO mit. "Glücklicherweise fährt das Unternehmen jetzt seine besten Ergebnisse überhaupt ein, aber das ist vornehmlich das Ergebnis von Entscheidungen und Investitionen in der Vergangenheit", erklärte Kwon. So stellte der weltgrößte Smartphone-Hersteller ins der Nacht für den Bilanzzeitraum von Anfang Juli bis Ende September bei Umsätzen von 61 Billionen Won (55 Milliarden Dollar) einen operativen Gewinn von 14,5 Billionen Won (12,8 Milliarden Dollar) in Aussicht. Samsung ist auch bei Smartphones und Fernsehern führend. Die Schätzungen von Samsung Electronics decken sich in etwa mit den Erwartungen des Marktes.

Nach Angaben der Datenbank Yonhap Infomax, die sich auf die Analysen von 21 Firmen für Wertpapierhandel stützt, dürfte Samsung seinen Gewinn im vierten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um satte 74 Prozent auf 16 Billionen Won steigern.

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