Der Drei-Teile-Plan: So will Zetsche den Daimler-Konzern neu erfinden

Ein Arbeiter im Werk Mercedes Benz Van in Ludwigsfelde. Die Jobsicherung bei Daimler soll künftig auch für Mitarbeiter in Niederlassungen gelten und bis 2030 andauern. Bild dpa

Am Montag teilte der Autohersteller mit, unter dem Dach der Daimler AG drei rechtlich selbständige Einheiten zu planen: Neben dem bereits selbständigen Geschäftsfeld Daimler Financial Services sei angedacht, auch die Bereiche Mercedes-Benz Cars & Vans sowie Daimler Trucks & Buses als jeweils rechtlich selbständige Einheiten zu führen.

Der Daimler-Konzern will seine unterschiedlichen Geschäftsbereiche noch stärker trennen.

Mit den Arbeitnehmern habe sich das Unternehmen auf einen Eckpunktepapier geeinigt, unter anderem soll die Beschäftigungssicherung bis zum Jahresende 2029 ausgeweitet werden.

Viele Beschäftigte hätten die Sorge, dass die Umstrukturierung mit Personalabbau und dem Verkauf von Geschäftsfeldern einhergehe, erklärte der Gesamtbetriebsrat. Daher vereinbarten Vorstand und Betriebsrat eine Verlängerung des Verzichts betriebsbedingter Kündigungen von 2020 auf 2030.

Der Stuttgarter Autobauer hofft durch die Umstrukturierung auf bessere "Wachstums- und Ergebnispotenziale" in den einzelnen Märkten. Zudem will Daimler im vierten Quartal rund 3 Milliarden Euro in das Pensionsvermögen des Konzerns einzahlen. Ein Verkauf einzelner Konzernteile sei nicht geplant. Kritiker hatten schon lange bemängelt, dass die deutschen Autokonzerne zu groß, zu komplex und zu langsam seien. Sollte sich die Unternehmensführung endgültig für die neue Struktur entscheiden, müssten darüber die Aktionäre auf einer Hauptversammlung abstimmen - laut Mitteilung frühestens 2019.

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