ROUNDUP: Airbus übernimmt Mehrheit an Bombardier-Mittelstrecken-Flugzeugfamilie

Airbus steigt bei Mittelstrecken Baureihe von Bombardier ein

Airbus erhält im Rahmen der Vereinbarung 50,01 Prozent an der Bombardier-Tochter CSALP, die die Flugzeuge produziert und verkauft.

Der europäische Flugzeughersteller Airbus steigt mehrheitlich bei der Mittelstrecken-Baureihe des kanadischen Herstellers Bombardier ein. Bombardier kommt demnach nach Abschluss des Geschäfts auf 31 Prozent, 19 Prozent liegen beim Pensionsfonds der kanadischen Provinz Quebec. Die Maschinen haben zwischen 100 und 150 Sitzplätze und sind damit kleiner als die meisten Airbus-Flugzeuge.

Der Schritt ist wegen eines Handelsstreits in Nordamerika politisch delikat.

Das US-Handelsministerium verhängte in den vergangenen Wochen Anti-Dumping-Zölle in Höhe von 300 Prozent auf bestimmte Bombardier-Jets. Zur Begründung gab es an, Bombardier habe von unfairen staatlichen Subventionen profitiert. Die Swiss verfügt über diverse Flugzeuge der C-Series: Bisher eingeflottet sind acht CS100 und vier CS300; zwei weitere CS100 sowie 16 weitere CS300 sind bestellt. Sie sind direkte Konkurrenz für die B737 von Boeing. Der US-Flugzeugbauer und schärfste Airbus-Konkurrent beschwerte sich darauf in Washington über angeblich staatlich subventionierte Preise bei der C-Serie.

Bombardier werde in den kommenden drei Jahren für finanzielle Lücken von bis zu 700 Millionen Dollar geradestehen.

Die US-Regierung schlug sich in dem Streit auf die Seite des US-Konzerns. Es handelt sich bei den verhängten Strafzöllen bislang noch um vorläufige Entscheidungen. Bombardier nannte den Strafzoll "absurd".

Eine entsprechende Vereinbarung für die sogenannte Bombardier C-Series unterschrieben die beiden Unternehmen nach eigenen Angaben in der Nacht zu Dienstag. Airbus werde 50,01 Prozent der Gesellschaft halten. Aus dem Unternehmen hieß es, für die Partnerschaft solle kein Bargeld fließen, da Airbus seine Kapazitäten für Verkauf und Marketing einbringe.

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