Activision patentiert ein Matchmaking-System, das Mikrotransaktionen fördern soll

Activision patentiert ein Matchmaking-System, das Mikrotransaktionen fördern soll

Doch wie sollte das Matchmaking-System Spieler zum Geldausgeben verleiten?

Wie das funktionieren soll?

Eine Implementation dieses Patents, in dem es hauptsächlich um die Sammlung und Auswertung von spezifischen Nutzerdaten geht, könnte zum Beispiel sein, dass via Matchmaking realisierte Multiplayer-Matches zusätzlich durch das im Hintergrund arbeitende Mikrotransaktionssystem so beeinflusst werden, dass sie den Kauf von Ingame-Inhalten idealerweise ankurbeln.

Sogenannte Lootboxen und Mikrotransaktionen werden aktuell wieder kontrovers diskutiert - wie nun bekannt wird, können besagte, ohnehin kritisierte Systeme aber potenziell noch wesentlich stärkere Auswirkungen insbesondere auf Multiplayer-Spiele haben, als bislang angenommen. Denn in fast jedem großen Titel, sei es "Mittelerde: Schatten des Krieges", "Forza Horizon 7" oder dem kommenden "Star Wars Battlefront II" gibt es Mikrotransaktionen, die wie im Fall des "Star Wars"-Shooters ganz klare Pay-to-Win-Tendenzen zeigen". Das Patent wurde allerdings bereits im Jahr 2015 eingerreicht und war ein Testprodukt einer Entwicklungsabteilung.

Auch Bungies David "Deej" Dague hat sich diesbezüglich auf Twitter zu Wort gemeldet und gibt an, dass Destiny ein solches System nicht verwendet. "Der schwächere Spieler versucht möglicherweise, den Profi nachzuahmen, indem er dieselben Waffen oder Items kauft". Die unterlegenden Spieler könnten ebenfalls zum Kauf angeregt werden.

Derzeit gibt es keine Hinweise darauf, dass Activision dieses System tatsächlich irgendwann nutzen will. Dennoch werden die Spieler von nun an sicherlich genau darauf achten.

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