Protest gegen Verhaftung von Anführern der Unabhängigkeitsbewegung

Protestanten in Barcelona gegen politische Inhaftierungen | Bild

Die beiden Unabhängigkeitsgruppen riefen die Katalanen für Dienstag dazu auf, um die Mittagszeit die Arbeit einzustellen, um gegen die Inhaftierung zu demonstrieren. Vor dem Sitz der Regionalregierung in Barcelona versammelten sich hunderte Menschen.

Die spanische Justiz hatte die Anführer der einflussreichen katalanischen Gruppierungen Katalanische Nationalversammlung (ANC) und Omnium Cultural am Montagabend in U-Haft genommen. Er darf Spanien nicht verlassen und muss sich alle zwei Wochen bei Gericht melden.

Das Gericht in Madrid begründete die Haftanordnung mit der Gefahr, dass Sanchez und Cuixart Beweismittel vernichten und "rückfällig" werden könnten. Darauf stehen bis zu 15 Jahre Gefängnis.

Der katalanische Präsident Carles Puigdemont, der von manchen deutschen Medienvertretern respektlos als "Chef der separatistischen katalanischen Regierung" bezeichnet wird, obwohl er gewählter Präsident Kataloniens ist und bislang alles versucht hat, um in friedlichem Dialog eine Verhandlungslösung zu erreichen, wird sich nun voraussichtlich gezwungen sehen, die Unabhängigkeit der Republik Katalonien noch im Oktober zu proklamieren, da der Druck aus seinen eigenen Reihen und seitens des katalanischen Volkes, diesen Schritt nun endlich zu vollziehen, immer größer wird. Sanchez und Cuixart wird vorgeworfen, die Demonstranten angespornt zu haben.

Der spanische Justizminister Rafael Catala widersprach. Der Konflikt hatte sich gestern mit der Verhaftung zweier Anführer der Unabhängigkeitsbewegung verschärft. Der Vertreter der spanischen Zentralregierung für Katalonien, Enric Millo, erklärte, die Proteste am 20. September sei "weder friedlich noch staatsbürgerlich" gewesen.

Man spricht von "politischer Geiselnahme" und "politischen Gefangenen". Unterstützer der Aktivisten schlugen in den Straßen Barcelonas auf Pfannen und Töpfe und hupten mit ihren Autos. Dienstagmittag nahmen einige Menschen aus Protest an einer kurzen Arbeitsniederlegung teil.

Madrid lässt sich nicht von Puigdemont abspeisen Hat Barcelona die Unabhängigkeit ausgerufen? Sie sangen die katalanische Hymne und hielten Schilder mit der Aufschrift "Freiheit für politische Gefangene" in die Höhe. Auch in anderen Städten Kataloniens gab es ähnliche Demonstrationen.

Kataloniens Regierungschef Puigdemont hat die Inhaftierung zweier führender Aktivisten von Unabhängigkeitsgruppen scharf kritisiert.

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