Studie belegt alarmierenden Rückgang geflügelter Insekten in Deutschland

Insektensterben Eine Hummel sammelt auf einer hessischen Wiese Nektar und Pollen

In einem Beitrag für das Fachmagazin "Plos One" äußerten sich unabhängige Forscher aus Deutschland, Großbritannien und den Niederlanden zu den Daten. Denn Insekten sind nicht nur Bestäuber, sondern auch Nahrung für Vögel und andere kleine Lebewesen. Verlässliche Daten sind allerdings rar. An 63 verschiedenen Standorten in in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Brandenburg hatten die Hobby-Entomologen seit 1989 spezielle Netzvorrichtungen aufgestellt, sogenannte Malaise-Fallen, in denen Fluginsekten in einen Sammelbehälter schwirren und dort konserviert werden.

Caspar Hallman von der Radboud Universität (Niederlande) und seine Mitarbeiter werteten die Daten nun aus.

Insgesamt landeten 53,54 Kilogramm wirbellose Tiere in den Fallen. Das entspricht Millionen von Insekten.

Die Auswertung zeigte, dass der Verlust in der Mitte des Sommers - wenn am meisten Insekten herumfliegen - am größten war: knapp 82 Prozent. Anschließend zogen die Forscher innerhalb bestimmter Lebensräume - etwa Heidelandschaften, Brachflächen oder Graslandschaften - den Vergleich, wie sich die Biomasse über die Zeit verändert hatte. Zu einer eindeutigen Erklärung kam die Studie nicht. Insgesamt gab es einen positiven Zusammenhang zwischen Insektenbiomasse und Temperatur - der Anstieg der Durchschnittstemperatur sollte sich eher positiv auf den Bestand an Insekten ausgewirkt haben.

Der zunehmende Einsatz von Düngern und Pflanzenschutzmitteln sowie die ganzjährige Bewirtschaftung spielten vermutlich eine Rolle, klare wissenschaftliche Belege für diese Annahme lägen aber nicht vor.

Es sei denkbar, dass Insekten in den Schutzgebieten zwar zunächst gediehen, die Insekten dann aber auf den angrenzenden Ackerflächen verschwänden, heißt es. Laut Settele vom UFZ könnten nämlich auch Klimaveränderungen nicht ganz als Ursache ausgeschlossen werden. Was immer die Gründe für den Insektenschwund sind - sie haben einen weit verheerenderen Effekt als bisher erkannt, fassen die Autoren der aktuellen Studie zusammen.

Insekten sind sehr wichtig, da sie Schädlinge sowie Aas, Totholz oder Kot beseitigen. Zudem bestäuben Insekten wie Hummeln und Bienen viele Pflanzen - auch Nutzpflanzen. Negative Folgen könnte der Rückgang vor allem für die Landwirtschaft haben. Mögliche Ursachen sind nicht nur der Einsatz von Pestiziden und die Klimaveränderungen.

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