DFB-Frauen in Wiesbaden gegen Island

WM-Qualifikation Auf Alexandra Popp ruhen die Hoffnungen der DFB-Frauen

In der WM-Qualifikation der Frauen geht die Krise der DFB-Frauen unter Trainerin Steffi Jones auch nach dem Viertelfinal-Aus in der Europameisterschaft weiter: Die deutsche Nationalmannschaft blamiert sich gegen Island und kassiert die erste Niederlage seit 1998 in einem WM-Qualifikationsspiel.

Olympiasieger Deutschland verlor mit der ersten Pleite in einem WM-Qualifikationsspiel nach 26 Siegen in Serie die Tabellenführung in der Gruppe 5 an die punktgleichen Isländerinnen.

Die Gäste setzten sich mit 3:2 gegen die deutsche Elf durch. Alexandra Popp (42.) hatte zwischenzeitlich den Ausgleich für die schwache DFB-Auswahl erzielt.

Katastrophale Fehler hinten, harmlos nach vorne - nach dem EM-Debakel erhalten die Diskussionen um Bundestrainerin Steffi Jones nun neue Nahrung. Doppeltorschützin Dagny Brynjarsdottir (15./58.) und Elin Metta Jensen (47.) sorgten für die Sensation. Am kommenden Dienstag (16.10 Uhr/ARD) trifft die DFB-Auswahl in Großaspach auf Außenseiter Färöer. "Wir haben uns beeindrucken lassen von der körperlichen Präsenz, das darf uns als Deutschland nicht passieren".

So sind die laut Jones suboptimalen Ausfälle von Dzsenifer Marozsan, Ex-SC-Spielerin Sara Däbritz, Pauline Bremer, Kristin Demann und Verena Faißt, die aus Kappel-Grafenhausen stammt, etwas leichter zu verschmerzen. Auch Carolin Simon fiel wegen muskulärer Probleme aus. Dafür standen nach mehr als einem Jahr Melanie Leupolz und auch Popp, die die EM in den Niederlanden wegen einer Knieverletzung verpasste, wieder in der Startelf. "Ich habe die letzten Monate hart gearbeitet", sagte Leupolz, die ihr bis dato letztes Länderspiel im olympischen Finale von Rio im August 2016 noch unter der ehemaligen Bundestrainerin Silvia Neid bestritt. Doch insgesamt mangelte es dem Spiel an Struktur und Führung.

Torhüterin Laura Benkrath hatte als Belohnung für ihre tadellosen Leistungen als Schult-Ersatz bei den beiden Qualifikationssiegen gegen Slowenien (6:0) und in Tschechien (1:0) sowie in der Bundesliga den Vorzug vor der etatmäßigen Nummer eins, Almuth Schult, erhalten. Große Torchancen blieben deshalb aus.

Bei einem schlecht verteidigten Einwurf nach knapp einer Viertelstunde reagierte Benkarth bei einer Flanke zu zögerlich, so dass die lauernde Brynjarsdottir abstauben konnte.

Nur fünf Minuten später schlug Benkarth bei einem Rückpass von Babett Peter ein Luftloch und hatte Glück, dass der Schuss von Elin Metta Jensen auf das leere Tor nur an den Pfosten ging. Direkt für die WM qualifizieren sich nur die Gruppensieger.

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