Zahl der Pest-Toten in Madagaskar auf mehr als 90 gestiegen

Die Zahl der Pest-Erkrankungen in Madagaskar hat sich innerhalb von etwa zehn Tagen auf nunmehr 1153 Fälle verdreifacht. Wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Freitag in Genf mitteilte, starben in dem Inselstaat vor der Ostküste Afrikas in diesem Jahr bereits 94 Menschen an der ansteckenden Krankheit.

Die Behörden in der Hauptstadt Antananarivo hatten zuvor von 900 Erkrankungen gesprochen. Die WHO hat Antibiotika zur Behandlung und Prophylaxe nach Madagaskar geschickt. Es müsse mit weiteren Fällen gerechnet werden.

In Madagaskar gibt es seit 1980 fast jedes Jahr einen Pest-Ausbruch, meist zwischen September und April.

Das Ungewöhnliche in diesem Jahr ist, dass auch Städte betroffen sind. Mit der selteneren, aber gefährlicheren Lungenpest stecken sich Menschen gegenseitig durch Husten an. Die gegenwärtige Epidemie ist jedoch bedeutend heftiger, die Erkrankungen sind überwiegend Fälle der leicht übertragbaren Lungenpest. Der Erreger wird zumeist durch Flöhe oder Ratten weitergegeben. Die Bakterien lösen zunächst Symptome wie bei einer schweren Grippe aus, dann schwellen Lymphknoten zu dicken Beulen an. Bei früher Diagnose sind die Heilungschancen durch Antibiotika sehr gut.

Die Lungenpest wird durch Tröpfchen übertragen und kann sich rasch ausbreiten.

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