HSV beendet Geschäftsjahr mit Millionenverlust

Defizit

Die HSV Fußball AG hat das Geschäftsjahr 2016/17 mit einem Jahresfehlbetrag von 13,4 Millionen Euro abgeschlossen, die Schulden sind auf 81 (!) Millionen Euro angestiegen. Das geht aus den vorläufigen Geschäftszahlen für die Spielzeit 2016/2017 hervor, die der Klub veröffentlichte (hier finden Sie die Mitteilung).

Die Verbindlichkeiten der HSV Fußball AG belaufen sich damit auf 105,5 Millionen Euro und haben einen Höchststand erreicht (zuletzt 75,1 Millionen Euro).

Den eklatanten Anstieg im Bereich der Finanzschulden auf 81,1 Millionen Euro, erläutert der studierte Betriebswirt ebenfalls: "Der Anstieg entfällt neben der Stadionfinanzierung auf Darlehen, die wir zur Realisierung von Spielertransfers geschlossen haben". Dies muss aber nur zurückgezahlt werden, wenn sich der HSV dreimal innerhalb von sechs Jahren für das internationale Geschäft qualifiziert. Der HSV schließt zum siebten Mal in Folge ein Jahr mit Verlust ab. 2012/12 lag das Minus bei 8,4 Millionen, 2013/14 bei 9,8 Millionen, 2014/15 bei 16,9 Millionen, 2015/16 bei 0,2 Millionen und 2016/16 bei 13,4 Millionen Euro. Besonders dramatisch ist allerdings der Anstieg der Finanzschulden von 48 Millionen Euro auf 81,1 Millionen Euro.

"Wir haben im Sommer 2016 einen umfangreichen Kaderumbruch mit deutlichen Investitionen betrieben, die zum einen zu höheren Abschreibungen, zum anderen zu erhöhten Personalaufwendungen führten", sagte HSV-Finanzvorstand Frank Wettstein. Die Verbindlichkeiten des Vereins sind auf 105,1 Millionen Euro und damit um 30,4 Millionen im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Die damit verbundene Erwartung einer Verbesserung in der Bundesliga "und somit einer Einnahmensteigerung in den folgenden Spielzeiten bei der Verteilung der Fernsehgelder wurde indes nicht erreicht".

Wegen der sportlichen Krise wurde entgegen der Planung im Winter 2016/17 erneut in den Kader investiert. Insgesamt hatte der Klub in der vergangenen Saison laut Transfermarkt.de Spieler für über 44,45 Millionen Euro verpflichtet (aktuelle Saison: 19 Millionen Euro) und ein Transferminus von insgesamt 38,80 Euro Millionen erzielt.

Related:

Comments

Latest news

Handschriftliche Sinnsprüche Albert Einsteins werden versteigert
Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr brachte ein Brief von Einstein umgerechnet circa 30 000 Euro ein. Die zweite Botschaft von Einstein lautete: " Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg ".

Die wertvollsten Reisepässe der Welt: Österreich auf Platz fünf
Am Ende der Liste liegen die Staaten Somalia (34), Syrien (29), Pakistan, Irak (je 26) und Afghanistan (22). Zwei Jahre in Folge stand Deutschland damit auf dem ersten Platz im internationalen Vergleich.

Ifo-Geschäftsklima steigt auf Rekordhoch
Die Stimmung in den Chefetagen deutscher Firmen hat in der Zeit nach der Bundestagswahl ein nie dagewesenes Niveau erreicht. Die Kapazitätsauslastung in der Industrie ist weiter gestiegen und liegt derzeit höher als der langfristige Durchschnitt.

AKTIE IM FOKUS: Luft ist zunächst raus bei der Lufthansa
Das geht aus einer am Mittwoch veröffentlichten Präsentation des Vorstands zu den Ergebnissen des dritten Quartals hervor. Die Durchschnittserlöse - ein Maß für die Ticketpreise - zogen im dritten Quartal währungsbereinigt um 4,5 Prozent an.

Unter Drogenverdacht: 18- Jähriger tuckert mit Trecker über die A1
Der 18-Jährige aus dem Landkreis Nienburg gab zunächst an, auf dem Weg von Sulingen nach Bockel gewesen zu sein. Einem Drogentest zufolge stand er aber zudem unter dem Einfluss des Marihuanawirkstoffs THC und Opiaten.

Other news