BMW nutzt alte Elektroauto-Batterien zur Stromversorgung im Leipziger Werk

BMW-Chef Harald Krüger will künftig mit Elektroautos höhere Gewinne erzielen

Derzeit lasse sich mit elektrisch betriebenen Wagen zwar noch weniger verdienen als mit klassischer Verbrennungstechnologie, sagte Krüger am Donnerstag im Leipziger BMW-Werk. Intensive Batterie- und Zellforschung und Fortschritte in der Produktion würden zu Kostenoptimierungen führen.

"Das Know-how zu Chemie, zu Batteriezellen, zu Zelltechnologie schreitet ständig weiter, so dass wir da Kosten optimieren können", sagte Krüger. Positiv sei auch, dass man die Elektromotoren selbst produziere und nicht einkaufen müsse. "Wir wollen die Marge von acht bis zehn Prozent auch bei der Elektromobilität erzielen", sagte der BMW-Chef. Von Januar bis September verkaufte der Münchner Konzern rund 1,8 Millionen Autos weltweit, darunter waren 22.200 Autos des Modells i3. Er kündigte an, dass der bayerische Automobilbauer im Jahr 2025 insgesamt 25 Modelle mit elektrifizierten Antrieben anbieten will. Insgesamt machen E-Autos bisher nur einen Bruchteil des Absatzes von BMW aus. In dem Speichergebäude können bis zu 700 Hochvoltspeicher des BMW-Elektroautos i3 untergebracht werden. Bislang verkauft sich das E-Auto vor allem im Ausland, die größten Absatzmärkte sind Norwegen und die USA. In den ersten drei Quartalen 2017 gingen nach Angaben einer BMW-Sprecherin gut 3100 der E-Kleinwagen nach Deutschland.

Das Modell i3 wird seit 2013 in Leipzig gefertigt.

Das BMW-Werk in Leipzig ist schon von Weitem zu sehen: Die vier Windräder, die die Fabrik mit Strom versorgen, drehen sich in der Herbstluft. BMW-Chef Harald Krüger nahm dazu gestern eine neue Speicherfarm in Betrieb. BMW gewährt auf die Batterie sogar acht Jahre Garantie, doch die erste Generation, hat in vielen i3s trotzdem ausgedient, weil sie durch neuere Akkus mit größerer Reichweite ersetzt wurden.

Die Akkus der Farm werden mit dem Strom geladen, den Windräder auf dem Firmengelände erzeugen. Bei Flaute oder besonders hoher Produktionslast im Werk soll die Energie aus den Batterien ins Netz eingespeist werden. Vermarktet werden soll der Speicherstrom für die sogenannte Primärregelleistung, in der es um die sekundengenaue Reaktionsfähigkeit bei der Einspeisung in das Stromnetz geht. Auf längere Sicht sollen auch an anderen BMW-Standorten solche Speicherfarmen entstehen, kündigte Krüger an.

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