In Washingtoner Russland-Affäre werden erste Festnahmen erwartet

Robert Mueller

Washington - Der am Montag angeklagte ehemalige Wahlkampfmanager von Donald Trump, Paul Manafort, und sein ehemaliger Geschäftspartner Rick Gates haben bei einem ersten Gerichtstermin auf "nicht schuldig" plädiert. Seine Kontaktpersonen sollen ihm belastendes Material über Trumps Wahlkampfrivalin Hillary Clinton in Aussicht gestellt haben.

Allerdings haben die Anklagen gegen Manafort und Gates keinen direkten Zusammenhang mit diesem Kern der Untersuchungen.

Auch Trumps Ex-Berater George Papadopoulos droht ein Prozess. Der Republikaner Trump bestreitet jegliche geheime Absprache mit Russland und spricht von einer "Hexenjagd" gegen ihn. Ein Team aus 16 Anwälten und zwei Dutzend FBI-Agenten ist mit der sogenannten Russland-Affäre befasst. Gegenüber dem FBI räumte Papadopulos ein, er habe Trump und andere im März 2016 darüber informiert, dass er ein Treffen des damaligen Präsidentschaftsbewerbers mit Putin organisieren könne. Ein Bundesgericht in Washington begründete die Entscheidung am Montag mit schweren Geldwäsche-Vorwürfen gegen Manafort.

Sicher ist, dass russische Auftraggeber unter anderem auf Facebook Anzeigen geschaltet haben und sich damit im großen Stil in den US-Wahlkampf eingemischt haben. In der Anklageschrift werden weder Trump noch der Wahlkampf erwähnt.

Nach Erkenntnissen des Sonderermittlers Robert Mueller soll Manafort nämlich von 2006 bis 2016 einen hohen zweistelligen Millionenbetrag durch fragwürdige Geschäfte mit der russlandtreuen Führung der Ukraine gemacht und mindestens 18 Millionen Dollar durch Geldwäsche am amerikanischen Fiskus vorbei geschleust haben. 12,7 Millionen Dollar sollen ihm nach Angaben der Anti-Korruptionsbehörde in Kiew zwischen 2007 und 2012 gezahlt worden sein. US-Ermittler saßen Manafort schon damals im Nacken. Sondern er kann auch alle Verbrechen verfolgen, die zwar nichts damit zu tun haben, die ihm aber durch seine Nachforschungen bekannt werden.

Nach Medienberichten interessiert sich der Sonderermittler zudem für die Umstände, die zur Entlassung von Trumps erstem Nationalen Sicherheitsberater Michael Flynn sowie des früheren FBI-Chefs James Comey führten. Pech für Trump, dass er sich selbst der schlimmste Feind ist. Andernfalls müsse der Kongress rasch und parteiübergreifend dafür sorgen, "dass die Untersuchung fortgesetzt wird", sagte er. Trumps Pressesprecherin Sarah Huckabee Sanders erklärte bei einer Pressekonferenz am Montag, die Rolle von Papadopolous im Wahlkampf sei (Zitat) "extrem limitiert" gewesen.

Fast ein Jahr nach der Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten hat die Russland-Affäre das Weiße Haus weiter fest im Griff. Zufall oder nicht: Anfang Juni vergangenen Jahres war es Paul Manafort, der zusammen mit Trump-Sohn Donald Jr. und Schwiegersohn Jared Kushner einen Termin mit der russischen Anwältin Natalia Veselnitskaya wahrgenommen hatte. In US-Medien wird dies als bisher deutlichster Hinweis auf eine mögliche Zusammenarbeit des Trump-Lagers mit Russland gewertet. Schon damals gab es Enthüllungen über seine Aktivitäten in der Ukraine - die ihn um seinen Job als Wahlkampfchef brachten. Ganz öffentlich forderte er russische Hacker auf, die "verlorenen Mails" von Hillary Clinton zu finden und zu veröffentlichen. Der Präsident hatte im Sommer seine absolute Befugnis zu Begnadigungen im Zusammenhang mit der Russland-Affäre hervorgehoben.

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