Investor Kühne droht dem HSV

Klaus-Michael Kühne verliert seinen engsten Vertrauten im HSV-Aufsichtsrat Karl Gernandt

Gerade hat sich der Hamburger SV mit dem 3:1 gegen den VfB Stuttgart wieder etwas Luft verschafft, da verschickt Klaus-Michael Kühne eine Mitteilung, die es in sich hat: Der Investor, der dem HSV in den letzten Jahren stets die Lizenz gesichert hatte, droht vor der Hauptversammlung der Fußball-AG am 18. Dezember mit seinem Rückzug. Aus den Amateurabteilungen gibt es Bestrebungen, Kühnes Vertreter Karl Gernandt nicht mehr in den Rat zu wählen.

Bei der Wahl des neuen Aufsichtsrates habe er vor allem ein Ziel: "Der Aufsichtsrat der HSV Fussball AG soll sich diesmal nicht aus unabhängigen Persönlichkeiten zusammensetzen, die über Führungs- und Wirtschaftskompetenz verfügen, sondern aus größtenteils vereinsabhängigen Personen, die einseitig von Vereinspräsident Jens Meier nach Anhörung eines Beirats bestimmt werden sollen".

Der 80 Jahre alte Logistikunternehmer stellte in den vergangenen Jahren immer wieder frisches Kapital für Spielertransfers bereit. Sie habe die Mannschaft aber nicht verbessert, das Thema Abstieg sei wieder akut, klagte Kühne. "Es ist ein Austausch zwischen dem Gesellschafter Herrn Kühne und dem Aufsichtsrat", sagte der 69-Jährige Sport1.

Der Multimillionär stellte mit Blick auf die Neubesetzung des Aufsichtsrates im Dezember Forderungen auf, drohte den klammen Hanseaten erneut mit Geldentzug - und watschte beiläufig Vorstandsboss Heribert Bruchhagen und Sportdirektor Jens Todt kräftig ab. "Das habe ich nicht zu kommentieren, das ist auch bei großen Unternehmen so", führte Bruchhagen aus: "Ich habe mit Herrn Kühne einen sehr guten und freundschaftlichen Austausch".

Als wichtigster Aktionär neben dem HSV e.V. (75,1 Prozent) soll Kühne seinen Anteil an der AG laut "Bild" mittlerweile auf 20 Prozent erhöht haben. Über die Zusammensetzung des sechsköpfigen Aufsichtsrates entscheiden jedoch Präsidium und Beirat des HSV e.V., nicht die AG. Die Kandidaten werden von der Mitgliederversammlung im Januar gewählt. Der Milliardär beziffert sein bisheriges Engagement auf rund 60 Millionen Euro.

Der HSV-Geldgeber trete nun dafür ein, dass "der voraussichtliche Wahlvorschlag des Vereinspräsidenten nicht zum Zuge kommt, eine "HSVPlus2"-Initiative gestartet wird, die es ermöglicht, dass auch zukünftig ein unabhängiger Aufsichtsrat bestimmt wird, dem zukünftigen Aufsichtsrat der HSV Fussball AG qualifizierte und unabhängige Persönlichkeiten mehrheitlich mit wirtschaftlicher Kompetenz angehören sollen". Sein Vertrauter Karl Gernandt, einst Aufsichtsratschef und derzeit einfaches Mitglied, stehe "einem solchen Aufsichtsrat" nicht zur Verfügung. Jens Meier, Bau-Unternehmer Dieter Becken, dem Klitschko-Manager Bernd Bönte und Gernandt.

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