Säuger wurden erst nach dem Ende der Dinosaurier tagaktiv

Bis dahin verkrochen sie sich lieber tagsüber, um nicht gefressen zu werden.

Tel Aviv. Erst nach dem Aussterben der großen Dinosaurier vor ungefähr 65 Millionen Jahren gab es die ersten tagaktiven Säugetiere. Beide Gruppen sattelten demzufolge kurz nach dem Verschwinden der Dinos in die tagaktive Phase um. Dazu sammelten die Forscher von mehr als 2.400 lebenden Tierarten Daten, ob sie tagaktiv, nachtaktiv oder beides sind. "Wir haben versucht, die ganze Vielfalt der Säugetiere abzudecken", sagt Maor.

London/Tel Aviv. (gral) Ob Dachs, Fuchs oder auch die Hauskatze - einige der heute lebenden Säugetiere sind vorwiegend nachtaktiv. Vor rund 65 Millionen Jahren war dies allerdings noch anders.

Die Forscher versuchten auf diese Weise zu ermitteln, wie sich die verschiedenen Vorfahren jeweils verhalten hatten. Der israelische Wissenschaftler Roi Maor sagte, man sehe ein sehr klares Muster, dass alle Säugetiere, die während der Zeit der Dinosaurier gelebt haben, nachtaktiv gewesen seien.

Während der Zeit der Dinosaurier hätten vermutlich vor allem mausgroße Tiere gelebt, die Insekten fraßen und nachts unterwegs waren. Es habe aber auch Arten gegeben, die die Grösse eines Hundes hatten oder an Biber erinnerten. Eine der ersten Arten, die nach deren Aussterben rein tagaktiv wurden, war laut den Forscher ein Vorfahr der heutigen Affen. Der Vorfahr von Huftieren, wie Kuh oder Kamel, seien tagsüber und nachts aktiv geworden. Bisher versuchten Wissenschaftler vor allem über die Körpermerkmale vn Fossilien Rückschlüsse zu ziehen. "Viele Anpassungen, die es uns erlauben, im Tageslicht zu leben, befinden sich in unseren Weichteilen, wie zum Beispiel der Netzhaut", erklärt Koautor Tamar Dayan von der Universität Tel Aviv. Diese ist jedoch in Fossilien in der Regel nicht mehr erhalten. "Das ist eine gute Publikation, die sehr plausibel bestätigt, was angenommen wurde".

Allerdings kritisiert sie, dass die Wissenschaftler eine alternative Hypothese ausser Acht gelassen hätten, die auf Fossilfunden basiere. "Diese Vorlagen hier beruhen nur auf heute lebenden Säugetierarten, da wurden keine Fossilien berücksichtigt", sagt Ruf. Ausgehend von den bisherigen Fossilfunden gebe es auch die Annahme, dass die heute noch lebenden Großgruppen der Säugetiere gar keine Säugetier-Vorfahren haben, die älter als 65 Millionen Jahre sind.

Das Problem sei vor allem, dass sein Team die benötigten Datengrundlagen zu den Fossilien nicht bekommen habe, sagt Maor. "Ich denke, das ist extrem unwahrscheinlich".

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