Siemens Gamesa will bis zu 6000 Jobs streichen

Stellenabbau Das Model einer Windturbine wird beim jährlichen Aktionärsversammlung gezeigt

Der Windturbinenhersteller Siemens Gamesa leidet unter einem schwierigen Marktumfeld und einem steigenden Preisdruck für Windenergieanlagen an Land.

Wegen der schwächeren Geschäfte kündigte Siemens Gamesa eine deutliche Verschärfung des Sparkurses an. Im laufenden Restrukturierungsprogramm will der Konzern in drei Jahren bis zu 6000 Stellen in 24 Ländern abbauen. 700 davon waren bereits bekannt. Die Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern sollen unverzüglich beginnen, hieß es in einer Mitteilung. Jetzt wurde das bereinigte EBIT mit 774 Millionen Euro angegeben. Siemens Gamesa kalkuliert dann mit einer Umsatzrendite von operativ sieben bis acht (2016/17: sieben) Prozent. Die Integrationskosten schätzt der Konzern auf rund 160 Millionen Euro für das Geschäftsjahr 2017/18. Abschreibungen auf Lagerbestände vor allem in USA und Südafrika waren der Grund dafür gewesen.

Das Unternehmen ist aus dem Zusammenschluss des Windenergiegeschäfts von Siemens mit dem spanischen Konkurrenten Gamesa entstanden. Daraufhin mussten Finanzvorstand Andrew Hall und zwei weitere Führungskräfte gehen.

In den zwölf Monaten bis Ende September stieg der Umsatz um fünf Prozent auf knapp elf Milliarden Euro, seit der Fusion im April ist er aber um zwölf Prozent eingebrochen. Die Erlöse sanken um 12 Prozent, die verkaufte Windleistung nahm um 26 Prozent ab. Im Schlussquartal schrieb das Unternehmen rote Zahlen: Der Nettoverlust belief sich auf 147 Millionen Euro. Nach einem massiven Einbruch auf dem indischen Markt waren Umsatz und Gewinn im dritten Quartal deutlich gesunken. Die bereinigte Ebit-Marge dürfte bei 7 bis 8 Prozent liegen, nach 7 Prozent im Vorjahr. Siemens hält 59 Prozent an Gamesa, zweitgrößter Aktionär ist der spanische Versorger Iberdrola.

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