Studie: 55.000 Stellen für IT-Spezialisten unbesetzt - Anstieg offener Stellen

Fachkräftemangel

Auch in den Anwenderbranchen werden IT-Spezialisten händeringend gesucht, berichtet der IT-Verband.

Der Mangel an IT-Spezialisten in deutschen Firmen spitzt sich weiter zu. Das sind zwei Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Einer Bitkom-Umfrage zufolge soll es derzeit 55.000 freie Stellen für IT-Fachkräfte geben.

"In Deutschland wird es immer schwieriger, die dringend benötigten IT-Spezialisten zu finden", erklärte Bitkom-Präsident Achim Berg in einer Mitteilung. Das zeige sich unter anderem darin, dass branchenübergreifend immer mehr IT-Sicherheitsexperten gesucht würden.

So viele offene Stellen für IT-Spezialisten wie in diesem Jahr gab es in den vergangenen zehn Jahren noch nie. Anbieter von Produkten aus den Bereichen Hardware, Kommunikationstechnik oder Unterhaltungselektronik melden 2.000 freie Jobs. Bei den Anbietern von Telekommunikationsdiensten sind es 700. In der ITK-Branche sind Software-Entwickler mit Abstand am stärksten gefragt. Knapp zwei Drittel der Unternehmen (63 Prozent), die freie Stellen für IT-Spezialisten haben, suchen Software-Entwickler.

Dank Themen wie Cloud, Industrie 4.0 und IT-Sicherheit wird der Bedarf an Computerfachleuten weiter steigen. Stärker gefragt als im Vorjahr sind auch Entwickler für Social Media (41 Prozent), Apps und mobile Webseiten (38 Prozent) und Sicherheit (28 Prozent). Knapp dahinter liegen Software-Entwickler mit 20 Prozent.

Die Anwenderunternehmen verzeichnen aktuell 31.500 freie Stellen für IT-Fachkräfte. Trotz rückläufiger Tendenz sind Anwendungsbetreuer und Administratoren weiterhin am stärksten gefragt (33 Prozent, - vier Punkte), gefolgt von Software-Entwicklern (30 Prozent, - ein Punkt) und IT-Sicherheitsexperten (20 Prozent, + drei Punkte). "Software findet sich heute in nahezu jedem Gerät - von Staubsaugern über Autos bis zu industriellen Produktionsanlagen". Der Bitkom möchte, dass Digitalkompetenz in der Schule in den Vordergrund rückt und dass das Arbeitsrecht und die Sozialsysteme grundlegend auf den digitalen Prüfstand gestellt werden, etwa indem Arbeitgeber starre Vorschriften zur Arbeitszeit flexibilisieren. Sieben Prozent sind gar der Ansicht, dass die Digitalkompetenz die wichtigste Fähigkeit sein wird. "Aber den Anforderungen der Unternehmen werden die Bewerber ebenso wie die Mitarbeiter kaum gerecht - ihnen geben die Chefs nur die Schulnoten befriedigend bis ausreichend". Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, sei es laut Bitkom neben Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen zudem notwendig, Frauen in der IT zu stärken. Die Umfrage sei "repräsentativ" für die Gesamtwirtschaft, teilte Bitkom Research mit. Für die Studie wurden im September 2017 insgesamt 1.530 Geschäftsführer und Personalleiter von Unternehmen befragt.

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