Aktie von Snapchat-Firma bricht nach Quartalszahlen ein

Die Snap Aktie ist auf Talfahrt. Quelle AP

Er soll künftig einfacher nutzbar sein, kündigte der Mitgründer und Chef der Betreiberfirma Snap, Evan Spiegel, an.

Nutzer hätten sich oft beschwert, dass Snapchat nur schwer zu verstehen sei, gab Spiegel zu.

Nach der Bekanntgabe der Zahlen war die Aktie von Snapchat im nachbörslichen Handel um 16 Prozent gefallen. "Deshalb designen wir die App gerade um, um sie einfacher nutzbar zu machen". Das solle dem Dienst auch mehr ältere Nutzer bringen. Snap Inc. musste zudem rund 40 Millionen US-Dollar auf liegen gebliebene Geräte seiner Kamera-Sonnenbrille "Spectacles" abschreiben, die eigentlich ein Verkaufsschlager sein sollte.

Der Quartalsverlust erreichte 443,2 Millionen Dollar nach 124,2 Millionen vor einem Jahr. Der Umsatz stieg zwar auf knapp 208 Millionen Dollar, Analysten hatten aber mit fast 30 Millionen Dollar mehr gerechnet. Man werde sie aber weiterhin verkaufen, hieß es.

Das bedeutet, dass das Geschäft mit Werbung nicht so schnell in Schwung kommt wie erhofft. Während Jugendliche kaum Probleme mit der Nutzung von Snapchat haben, sorgt die wenig intuitive Bedienung bei Erwachsenen meist für Fragezeichen. Bisher wurden diese den Usern chronologisch angezeigt - jetzt möchte Snapchat zu einer Sortierung der Fotos nach deren Relevanz für den Nutzer übergehen; ähnlich wie es bei Facebook und Instagram bereits der Fall ist.

Spiegel räumte ein, dass die Veränderungen - zumindest kurzfristig - nicht allen derzeitigen Nutzern gefallen könnten und unklar sei, wie sie darauf reagierten. Einen Zeitplan für den radikalen Umbau der App nannte Snap nicht. Snapchat war ursprünglich mit von alleine verschwindenden Bildern populär geworden - baute das Geschäft aber dann unter anderem als Plattform für Medieninhalte und mit virtuellen Masken und Filtern aus. Als weitere Neuerung will man die Reihenfolge der Fotos in der App ändern. Die App fügt automatisch das Datum der Aufnahme hinzu.

Für Snapchat bleibt Nordamerika bislang die wichtigste Stütze des Geschäfts: Mit 77 Millionen täglichen Nutzern wurden dort 80 Prozent der Erlöse erzielt. In Europa stagnierte die Nutzerzahl bei 57 Millionen - und der Umsatz betrug nur 27 Millionen US-Dollar.

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