Betreuungsplätze für junge Pflegebedürftige fehlen

Mit Blick auf jüngere Pflegebedürftige fehlen nach Ansicht der Barmer Ersatzkrankenkasse Plätze in der Kurzzeitpflege und der teilstationären Pflege. Das geht aus dem Pflegereport 2017 der Krankenkasse hervor, der heute in Berlin vorgestellt wurde.

Zudem sollen digitale Smart-Home-Lösungen im Leistungskatalog der Pflegeversicherung berücksichtigt werden, mit denen man pflegende Angehörige entlasten und Pflegebedürftigen möglichst lange ein selbstständiges Wohnen in den eigenen vier Wänden ermöglichen könne. Die Ergebnissen zeigten, dass die bisherigen Angebote an den Bedarfen der jüngeren Pflegebedürftigen vorbeigingen, so der Barmer-Vorstandsvorsitzende Christoph Straub. "Hier sind Politik, Pflegekassen und Leistungserbringer gleichermaßen gefragt".

Laut Report gab es 2015 insgesamt 386.000 Pflegebedürftige unter 60 Jahren. Das sind 13,5 Prozent der 2,86 Millionen Pflegebedürftigen mit den Pflegestufen eins bis drei. Auch leiden die jüngeren Betroffenen eher selten an Demenz oder den Folgen von Schlaganfällen. Denn: "Junge Pflegebedürftige haben ganz andere Bedarfe als ältere". Nach der Analyse des Reports haben 35 Prozent Lähmungen, 32 Prozent Intelligenzminderungen, 24 Prozent eine Epilepsie und 10 Prozent das Down-Syndrom. "Dem müssen Pflegeeinrichtungen künftig verstärkt Rechnung tragen", sagte der Autor des Pflegereports Heinz Rothgang. So würden gerne 35 Prozent der Pflegebedürftigen bis 29 Jahren in eine Wohngruppe ziehen. Jeder Zweite gab an, dass dies wegen eines fehlenden Platzes nicht möglich sei. "Erforderlich sind mehr ihrem Alter angepasste Wohnplätze für Kinder, Jugendliche und sehr junge Erwachsene", sagte Straub.

Vor allem bei der Kurzzeitpflege gibt es massive Versorgungslücken. Der Studie zufolge würde jeder Fünfte von den Jüngeren das Angebot gerne nutzen. Ähnlich düster sieht es bei der Tagespflege aus. Lediglich etwa 13 Prozent seien hingegen tatsächlich in der Tagespflege. Der Grund: Für 43 beziehungsweise 40 Prozent der Betroffenen gab es kein altersspezifisches Angebot, für 31 beziehungsweise 27 Prozent keine Ausrichtung auf die spezielle Erkrankung.

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